Es muss wieder alles stimmen

Schafft der FC Hertha Wiesbach die zweite ganz große Pokal-Sensation? Am morgigen Mittwoch empfängt die Hertha im Halbfinale die SV Elversberg. Mit dabei: Kapitän Carsten Ackermann, der beim Viertelfinal-Sieg gegen den 1. FC Saarbrücken beide Tore erzielte.

Nerven aus Stahl bewies Carsten Ackermann, der Kapitän des Fußball-Oberligisten FC Hertha Wiesbach am 10. März im Saarlandpokal-Viertelfinale gegen Regionalligist 1. FC Saarbrücken . Der 31-Jährige verwandelte gleich zwei Strafstöße und sicherte seiner Elf damit die Pokal-Sensation. Wiesbach gewann gegen den Rekord-Pokalsieger vor 1200 Zuschauern mit 2:1 nach Verlängerung. "Die nächsten zwei, drei Tage ist man überall auf das Spiel angesprochen worden. Das war natürlich toll, schließlich schlägt man Saarbrücken im Pokal nicht alle Tage", erinnert sich der Kapitän.

Im Halbfinale bekommt es seine Mannschaft nun am morgigen Mittwoch um 19 Uhr erneut mit einem Regionalligisten zu tun. Die SV Elversberg ist im Wiesbacher Prowin-Stadion zu Gast. "Bisher habe ich mich mit dieser Begegnung noch gar nicht beschäftigt", berichtet Ackermann, "denn das Ligaspiel am Samstag gegen Arminia Ludwigshafen war zu wichtig". Seine Elf gewann dieses Duell mit 2:1 und vergrößerte so seinen Vorsprung auf die (möglichen) Abstiegsränge auf neun Zähler. "Ganz durch sind wir aber noch nicht", mahnt Ackermann. "In der Oberliga gab es schon die verrücktesten Dinge. Wie beispielsweise beim Abstieg der Spvgg. Wirges vor zwei Jahren." Die Westerwälder hatten damals drei Spieltage vor Schluss acht Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsplatz und mussten doch noch in die Rheinlandliga runter.

Zur Heimstärke zurückgefunden

Ein solches Szenario scheint für die Hertha im Moment aber eher unwahrscheinlich, zumal die Gelb-Schwarzen zu alter Heimstärke zurückgefunden haben. Die letzten drei Spiele im eigenen Stadion gewann die Elf von Trainer Heiko Wilhelm. "Das gibt uns mit Sicherheit noch einen Schuss Selbstvertrauen für das Duell gegen Elversberg", sagt Ackermann.

Dieses Selbstvertrauen zeigt sich beim Kapitän auch schon bei der Frage, ob der Hertha vielleicht wieder eine Pokal-Sensation gelingt. "Wir sind mit Sicherheit nicht chancenlos", erklärt der 31-Jährige. "Gegen Saarbrücken hätte auch im Vorfeld niemand etwas auf uns gesetzt und wir haben gewonnen. Damit dies gegen Elversberg wieder gelingt, muss aber alles passen. Die Leistung muss stimmen. Und ein wenig Glück brauchen wir sicherlich auch, wenn wir sie schlagen wollen."

Sollte Wiesbach tatsächlich siegen, würde der Club zum zweiten Mal nach 2013 ins Pokal-Finale einziehen. Damals hatte die Hertha im Semi-Finale allerdings eine deutlich einfachere Aufgabe. Wiesbach siegte damals in der Vorschlussrunde beim Verbandsligisten FC Brotdorf mit 3:0. Im Endspiel in Hasborn gab es dann ein 0:4 gegen den FCS.