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Eppelborn bietet WhattsApp bei Bürgerdiensten an

Gemeinderat Eppelborn : Eppelborn setzt auf Messenger-Dienst

Der Gemeinderat von Eppelborn hat beschlossen, dass sich Bürger demnächst über den Messenger-Dienst WhatsApp bei bestimmten Anliegen an die Verwaltung wenden können.

Ende der 90er Jahre ging die Gemeinde Eppelborn als Sieger eines Wettbewerbs hervor und konnte sich fortan mit dem Gütesiegel „modern und bürgernah“ schmücken. Daran erinnerte Christian Ney (CDU) in der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstagabend, verbunden mit dem Wunsch, auch künftig als moderne und bürgernahe Gemeinde präsent zu sein. Aus diesem Grund hat seine Partei den Antrag gestellt, den Messenger-Dienst WhatsApp als Bürgerservice in der Gemeinde anzubieten. Das sei eine moderne Möglichkeit, Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich schnell und unkompliziert an die Verwaltung zu wenden. So ist es dadurch beispielsweise möglich, Schäden auf Straßen und Gehwegen, defekte Straßenbeleuchtung oder wild abgelagerten Müll direkt zu melden, und auch Bilder davon ins Rathaus zu schicken.

Zustimmung auf ganzer Linie gab es für den Antrag von der SPD. Der Fraktionsvorsitzende Stefan Löw merkte an, es sei wichtig, dass die Verwaltung modern aufgestellt sei und regte an, dieses Angebot noch  zu ergänzen.

Auch Bürgermeister Andreas Feld zeigte sich von der Idee angetan und erklärte, dass er einen Teil seiner Bürgersprechstunde künftig per WhatsApp anbieten möchte. Bedenken zu Datenschutz und Kosten konnte Feld ausräumen. Selbstverständlich werde man sich mit der Landesbeauftragen für Datenschutz in der Sache besprechen, aber sämtliche Chatverläufe würden nach einer Woche komplett gelöscht werden. Auch werde keine zusätzliche Stelle geschaffen, um die Nachrichten zu bearbeiten, so Feld.

Mit den Stimmen von CDU, SPD, Grüne und FDP wurde der Antrag mehrheitlich angenommen. Somit ist Eppelborn die erste Gemeinde im Kreis Neunkirchen, die Bürgerdienste per WhatsApp anbietet. Im Saarland hat die Gemeinde Wadgassen im Landkreis Saarlouis bereits diesen Weg eingeschlagen.

Einigkeit bei allen Parteien herrschte in Sachen Bauernhaus Habach. Dort werden dringend Gelder benötigt, um Sanierungsarbeiten durchzuführen. Der Rat beschloss die Vorfinanzierung der Sanierungsarbeiten mit einem Betrag von bis zu 70 000 Euro und die Unterstützung der Kulturstiftung bei der Ausschreibung, Vergabe und Bauüberwachung der Sanierungsarbeiten durch die Bauverwaltung der Gemeinde. Matthias Meiser (Die Grünen): „Wir müssen alles dran setzen, damit das Bauernhaus wieder in Schuss kommt.“