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Fußball
Eine sorgenfreie Saison ist Wiesbachs Ziel

Wiesbach. Die Fußballer des FC Hertha Wiesbach bereiten sich seit dem 22. Juni auf die Ende Juli beginnende Spielzeit in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar vor. Mit dabei sind ganz viele neue Gesichter. Von Philipp Semmler

Beim Trainingsstart am Freitag, 22. Juni, musste sich Michael Petry, der Trainer des FC Hertha Wiesbach, an viele neue Gesichter gewöhnen. Der Grund: Bei den Gelb-Schwarzen gab es in der Sommerpause den größten personellen Umbruch seit etlichen Jahren. Insgesamt zehn Spieler, darunter langjährige Leistungsträger wie Urgestein Patrick Ackermann, Torjäger Björn Recktenwald oder Kapitän Mike Baier gehören künftig nicht mehr zum Aufgebot des Clubs. Dafür wurden insgesamt 13 Neuzugänge geholt. Wiesbach setzte dabei auf eine Mischung aus Jugend und Erfahrung.


Hungrige Talente wie der 19-jährige defensive Mittelfeldspieler Kilian Staroscik (ausgeliehen vom 1. FC Saarbrücken) oder Außenverteidiger Djibrill Diallo, der vergangene Runde für die U19 des 1. FC Kaiserslautern in der Bundesliga spielte, wurden ebenso verpflichtet wie Akteure mit Erfahrung in der Oberliga. Dazu zählen beispielsweise die Mittelfeldspieler Jan Umlauf, der vom luxemburgischen Zweitligisten Etzella Ettelbrück kam oder Kristoffer Krauß, der vergangene Runde noch für den Ligakonkurrenten FV Diefflen auflief.

„Wir wollen die Abgänge im Kollektiv kompensieren“, sagt Petry. „Dass ein Spieler, der aus der Saarlandliga kommt, nicht direkt einen Björn Recktenwald oder einen Mike Baier Eins zu Eins ersetzen kann, ist uns natürlich bewusst.“ Da mit Recktenwald (78 Treffer in den vergangenen fünf Spielzeiten) und Ackermann (43 Tore im selben Zeitraum) die beiden torgefährlichsten Spieler der letzten Jahre nicht mehr dabei sind, denkt Petry auch über eine System-Änderung nach.



Bislang spielte Wiesbach zumeist im 3-5-2 mit zwei echten Spitzen. „Es könnte zum Beispiel sein, dass wir künftig mit einem Stürmer und zwei offensiven Außenbahn-Akteuren spielen“, erklärt der 41-Jährige. Genau festgelegt hat sich Petry aber noch nicht. „Mir schweben drei bis vier Systeme vor, die wir in der Vorbereitung ausprobieren.“

Beim 3:1-Sieg am Sonntag im ersten Testspiel gegen Saarlandligist FC Homburg II lief die Hertha in einem 4-4-2 auf. Petry war zufrieden mit der Leistung in diesem ersten Test. „Das sah schon ganz gut aus, was wir da gezeigt haben“, freut sich der 41-Jährige. „Auch was die Trainingseinheiten angeht muss ich sagen, dass ich bislang positiv überrascht bin. Jeder hat da bislang richtig Gas gegeben.“

In den kommenden Wochen stehen für die Hertha noch eine ganze Reihe weiterer Testspiele auf dem Programm. „Das ist mir ganz recht, dass wir uns einspielen können“, so Petry. Wiesbach tritt zunächst beim Eppelborner Gemeindepokal (Finale am Freitag um 19 Uhr in Humes), dann beim Sparkassen-Cup in Großrosseln an. Auftaktgegner ist dort um 18.30 Uhr Oberliga-Absteiger Saar 05. Nach dem Sparkassen-Cup testen die Gelb-Schwarzen noch gegen Verbandsligist SG Marpingen-Urexweiler (16. Juli, 19 Uhr in Habach) und zu Hause gegen Saarlandligist SF Köllerbach (21. Juli, 19 Uhr). Dazwischen ist am Mittwoch, 18. Juli, um 19 Uhr in Wiesbach der algerische Erstligist JS Kabylie zu Gast. Kabylie weilt dann zu einem Trainingslager in Deutschland.

Die neue Runde beginnt für die Hertha am Wochenende 28./29. Juli. Gegen wen der Club zum Auftakt spielt, steht noch nicht fest. Der Spielplan für die neue Saison in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar ist noch nicht veröffentlicht. „Wir rechnen damit, dass der Spielplan Ende dieser oder Anfang nächster Woche veröffentlicht wird“, erklärt Petry.

Aufgrund des Umbruchs geht die Hertha mit bescheidenden Zielen in die kommende Runde. Nachdem die Gelb-Schwarzen die letzten drei Spielzeiten in der vorderen Tabellenhälfte abschlossen, heißt das Ziel für die kommende Runde, erst einmal nicht in Abstiegsgefahr zu geraten. Petry: „Wir wollen so schnell wie möglich 40 Punkte sammeln.“