| 20:15 Uhr

Ringen
Eine ganz knappe Niederlage

Alexandru Burca (rotes Trikot) zeigte sich gegen den Triberger Marius Weiss kämpferisch, überzeugte im Stand und punktete sich zum 8:3-Sieg.
Alexandru Burca (rotes Trikot) zeigte sich gegen den Triberger Marius Weiss kämpferisch, überzeugte im Stand und punktete sich zum 8:3-Sieg. FOTO: Benno Weiskircher
Hüttigweiler. Ringer des ASV Hüttigweiler verlieren den ersten Playoff-Kampf gegen den SV Triberg mit 14:15 in der heimischen Illtalhalle. Von Benno Weiskircher

„Gott sei Dank, wir sind wieder dehemm.“ Ringer und Fans des ASV Hüttigweiler freuten sich gleichermaßen, dass der erste Playoff-Kampf in der Vereinsgeschichte doch noch in der heimischen Illtalhalle ausgetragen werden konnte. Innerhalb weniger Tagen haben die Verantwortlichen und ihre zahlreichen Helfer eine logistische Meisterleistung geschafft. Die komplette Ausstattung zur Durchführung der Begegnung gegen den SV Triberg wurde von der Welschbachhalle zur Illtalhalle verbracht.


450 Zuschauer füllten am Samstagabend die altehrwürdige Sporthalle und sie erlebten begeistertes Ringen. Am Ende unterlagen die Einheimischen ohne ihren moldawischen Spitzenringer Mihai Bradu unglücklich mit 14:15.

Nach dem Abwiegen waren sich die Hüttigweiler Trainer Christoph Gall und Jürgen Weiskircher einig: „Wir sind Außenseiter.“ Wenig Hoffnung auf ein Erfolgserlebnis hatten die Einheimischen insbesondere in den leichten Gewichtsklassen. Doch dann zeigte der ASV-Nachwuchs, was in ihm steckt. Im ersten Kampf ließ Steven Ecker die Fans frenetisch jubeln, als er stilartfremd nach einer Minute Alexandru Apostol auf beide Schultern drückte. Till Bialek überließ dem Ex-Vizeweltmeister Oliver Hassler lediglich einen Punktsieg. „Meine ersten Angriffe waren zu hektisch, so fiel meine Niederlage zu hoch aus“, analysierte Bialek die Anfangsphase der Begegnung. In der Klasse bis 61 Kilo setzten die Trainer ihr Vertrauen in das erst 15-jährige Eigengewächs Jan Wolfganger. Im Stile eines Mattenfuchses agierte der Greco-Spezialist gegen den Bundesliga erfahrenen Triberger Dominik Kitiratschky, nutzte jede Gelegenheit zum Punkten, ließ kaum Angriffe seines Gegners zu und beendete mit 19:2 vorzeitig den Kampf. Die Illtalhalle stand Kopf und die ASV-Anhänger feierten lautstark den nicht erwarteten Sieg.



Im vierten Kampf sah Denis Balaur gegen Ahmed Dudarov lange wie der sichere Sieger aus. Doch kurz vor Ende drehte der Gästeringer noch den Kampf und siegte mit 5:4. Mihai Esanu weckte im Anschluss mit einem Schultersieg über Vladkislav Wagner erneut die Hoffnungen auf einen Gesamtsieg. „Unsere Topstars kämpften unglücklich, dafür sprang unsere Jungen in die Bresche,“ erklärte Trainer Christoph Gall zur Pause.

Kim Werkle konnte im sechsten Kampf, nach einem 0:7-Rückstand, noch auf 5:8 verkürzen. Yannik Parisi fand gegen Aleksan Mikayelyan nie in den Kampf, wie er abschließend selbst feststellte. Der Freistilspezialist Alexandru Burca fühlt sich in seiner Paradedisziplin sichtlich wohl. Gegen Marius Weiss ließ er nichts anbrennen und siegte verdient mit 8:3. Mathias Schwarz ging zwar mit 4:0 in Führung, konnte den Triberger Roman Dermrnji in seinen Aktionen nicht mehr stoppen und unterlag mit 4:15. Seinen ersten Bundesligakampf absolvierte Kevin Gremm, zeigte dabei keine Scheu vor dem bundesligaerprobten Benedikt Rebholz und überließ ihm lediglich zwei Teampunkte. „Im Rückkampf stehen wir stärker“, zeigte sich Gall kämpferisch und setzt auf den Stilartwechsel im Rückkampf.