Partnerschaft: Eine Freundschaft mit viel Herzblut

Partnerschaft : Eine Freundschaft mit viel Herzblut

Eppelborner Partnerschaftsverein feierte sein 25-jähriges Jubiläum mit Gästen aus der Partnergemeinde Finsterwalde.

Ganz schön was zu tun hatte Eppelborns Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset am vergangenen Montag als Schirmherrin zu den Jubiläumsfeierlichkeiten eines ganz besonderen Vereins in der Gemeinde. Während am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein ein Ausflug nach Trier auf dem Programm der 30 Gäste aus Finsterwalde in Brandenburg und den Eppelborner Gastgebern stand, ging es am Montag bei Dauerregen zur Saarschleife und auf den Baumwipfelpfad.

„Trotz des eher schlechten Wetters hatten wir alle viel Spaß heute“, betonte Müller-Closset, ließ aber nicht unerwähnt, dass sie doch am Abend froh über das Dach über dem Kopf im Big Eppel war. Der hatte sich fein rausgeputzt, mit großen, runden, festlich eingedeckten Tischen und viel Kerzenschein. Seit 25 Jahren besteht der Partnerschaftsverein Eppelborn-Finsterwalde, das galt es, gebührend zu feiern. Die Städtepartnerschaft, erläuterte Hans Nicolay, seit 2006 Vorsitzender des Vereins, aber schon seit der Gründung im Vorstand (anfangs als Geschäftsführer) mit dabei, ist schon vier Jahre älter. Initiiert auf Seiten der Gemeinde Eppelborn wurde die deutsch-deutsche Partnerschaft, die längst zu zahlreichen Freundschaften geführt hat und auch nach dem Mauerfall immer weiter vorangetrieben wurde, im Jahr 1988 von Eppelborns Altbürgermeister Fritz-Hermann Lutz.

Auch er ließ es sich am Montagabend nicht nehmen, mit den vielen Brandenburger Freunden zu feiern. War die Partnerschaft anfangs noch in den Händen der Gemeinde, wurde sie im Jahr 1992 „privatisieret“, wie Nicolay erläuterte. Zwölf Mitglieder hoben den Verein damals unter der Leitung von Günter Povilleit aus der Taufe. Oberster Ziel laut Satzung, sagte Nicolay, sei und ist es, die Wiedervereinigung auch in den Herzen zu vollziehen. Das, so betonte seine Vereinskollegin aus Finsterwalde, Karin Pursch, sei auf beiden Seiten mehr als gelungen. „Wir wurden von Anfang an mit großer Herzlichkeit in Eppelborn aufgenommen“, erklärte sie. Die, das betonte Birgit Müller-Closset, begegnet ihr seit vielen Jahren in Finsterwalde. „Ich freue mich, wenn wir im nächsten Jahr zur Bürgerreise aufbrechen. Ich kenne die Straßen, finde mich längst zurecht, habe viele Freunde. Finsterwalde ist ein Stückchen Heimat geworden“, sagte sie.

Das kommende Jahr, erläuterte Jörg Gampe, alter und neuer Bürgermeister von Finsterwalde, steht gleich im Zeichen von zwei Jubiläen. Ein Jahr nach der Gründung in Eppelborn hat sich auch in Finsterwalde ein Partnerschaftsverein gegründet, die Städtepartnerschaft feiert zudem 2018 ihren 30. Geburtstag. Gampe sprach eine offizielle Einladung aus. „Aber ich weiß, dass diese Partnerschaft vor allem von vielen Menschen und ihren Ideen getragen wird. Auf beiden Seiten wird sie mit viel Herzblut gelebt.“ Im Jubiläumsjahr hat der Eppelborner Verein übrigens 73 Mitglieder, in Finsterwalde zählt Pursch 36 Mitglieder, darunter auch vier Eppelborner Bürger. Ein Foto des gerade erst neu gewählten Vorstandes in Eppelborn macht Mut, denn Nicolay hat einige junge Menschen für seinen Vereinsvorstand gewinnen können. „Ich hoffe natürlich auch auf weitere Verjüngung, gerade junge Familien würden wir gerne im Verein begrüßen“, sagte er. Auch deshalb engagiert sich der Partnerschaftsverein alljährlich beim Tag der Jugend in Eppelborn mit einem Luftballonwettbewerb.