| 20:17 Uhr

Bg Eppel
Tauschen, plaudern, informieren

Das Organisationsteam der Veranstaltung „Ein Tag für Frauen“ (von links): Heike Neurohr-Kleer, Maria Fuchs, Anja Groß, Irene Horras und Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset.
Das Organisationsteam der Veranstaltung „Ein Tag für Frauen“ (von links): Heike Neurohr-Kleer, Maria Fuchs, Anja Groß, Irene Horras und Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset. FOTO: Maria Boewen-Dörr
Eppelborn. Stöbern für einen guten Zweck konnten Frauen am Samstag im Big Eppel während der Veranstaltung „Ein Tag für Frauen“. Dabei wurden nicht nur Kleider getauscht. Inmitten des Raumes befanden sich auch Verkaufsstände, die Accessoires und Produkte aus fairem Handel anboten. Von Maria Boewen-Dörr

Es gab außerdem ein breites Informationsangebot.


In der linken Seite des Saales war die Wanderausstellung der Gleichstellungsstelle des Landkreises Neunkirchen „Vielfalt (er)leben“ zu besichtigen. Auf den 19 Rollups fanden sich Hinweise auf die Themen Wahrnehmung, Geschlecht, Behinderung, Alter, Migration, Kinder und Jugendliche, soziale Benachteiligung und sexuelle Orientierung. Beratung und Unterstützung gab es bei Anna Heid, welche die Angebote der Notrufgruppe für Frauen unterbreitete.

Die Veranstaltung fand zum 5. Mal statt und knüpft an den internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen an. Am 25. November findet dieser weltweite Aktionstag statt und erinnert an das hohe Ausmaß von Gewalt gegen Frauen. „Ein Tabuthema nach wie vor auch in Deutschland: Jede dritte Frau ist betroffen. Viele schweigen aus Angst und Scham, aber auch das Umfeld schaut oftmals weg“, informiert Anna Heid und verweist auf die Hilfe durch den „FrauenNotruf.“ Deshalb stand auch außer Frage, wer die Erlöse dieser Veranstaltung erhält. Die Organisatorinnen Heike Neurohr-Kleer (Landkreis Neunkirchen), Maria Fuchs (Gemeinde Eppelborn), Anja Groß (Landfrauenkreisverband), Irene Horras (Faire Trade) und Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset waren sich einig, dass das Frauenhaus Neunkirchen den Erlös der Veranstaltung bekommt.



Die Teilnehmer konnten maximal zehn gut erhaltene Kleidungsstücke mitbringen. Dafür erhielten sie Tauschmarken. Die konnten sie für andere gut erhaltene Stücke einlösen. Wer nichts zum Tauschen hatte, konnte für jeweils zwei Euro ein Kleidungsstück kaufen. Auch Bücher wechselten die Besitzer. Hier nach dem gleichen Prinzip: tauschen oder gegen eine Spende ein Buch mitnehmen. Für die kleinen Gäste stand ein Spiel- und Mal-Tisch bereit. Zum zweiten Mal gab es das Angebot für junge Eltern, gebrauchte Kinderkleidung zu günstigen Preisen zu erwerben. Raum und Gelegenheit zum Sprooche gab es im Bistro im Foyer und in der Halle.