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Kiga Dirmingen: Ein lichtdurchflutetes Traumhaus für die Kinder

Kiga Dirmingen : Ein lichtdurchflutetes Traumhaus für die Kinder

In Dirmingen wurde der neue Kindergarten „Pusteblume“ jetzt offiziell seiner Bestimmung übergeben.

(cim) „Wir singen vor Freude, das Fest beginnt“, schallte es am Samstagvormittag über den gesamten Platz vor dem krachneuen Dirminger Kindergarten. Seit dem 31. Juli läuft der Betrieb in der dreigruppigen Einrichtung mit Kinderkrippe am neuen Standort zwischen Grundschule und Feuerwehr. Der Umzug ist vollbracht, die beiden konfessionellen Kindergärten sind deutlich sichtbar vereint im neuen, lichtdurchfluteten und überaus natürlich gestalteten kommunalen Kindergarten. Doch, wie es in den Räumen auf den zwei Etagen aussieht, das blieb für die zahlreichen Gäste anlässlich der offiziellen Übergabe am Samstagvormittag erst noch geheim. Denn, von der Vorderfront aus gesehen lässt sich kaum erahnen, was sich hinter der großen Glastür verbirgt. Und auf der Treppe vor dem Eingang hatten Kinder der neuen Kita Pusteblume sowie Jungen und Mädchen der benachbarten Grundschule Stellung bezogen, um gemeinsam ihrer Freude mit Gesang Ausdruck zu verleihen.

Neue Türschilder für die Wiesenwichtel, Mohnblumen und Wildblumen gab es ebenso wie eine große Hinweistafel am Eingang zum Kindergarten „Pusteblume“ als Geschenk für Kinder und Erzieherinnen. Von „schwerer Geburt“ und schließlich „Nägeln mit Köpfen“ sprachen Eppelborns Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset und Saarlands Bildungsminister Ulrich Commerçon in ihren Reden. Ortsvorsteher Manfred Klein ließ noch einmal das jahrelange Ringen um die Einrichtung am jetzigen Standort Revue passieren. „Wir alle bedauern sehr die bizarren Zahlenspiele und das parteipolitische Gezanke im Vorfeld. Das hätte fast den Neubau gefährdet“, sagte er. Doch nicht zuletzt dank der Sonne und der überschäumend guten Laune der Kindergartenkinder schienen die jahrelangen Streitereien am Samstag vergessen.

Und, auch das ließ Müller-Closset nicht unerwähnt, als sich der Eppelborner Gemeinderat in seiner Sitzung im November 2015 erst einmal mehrheitlich für den Standort ausgesprochen hatte, ging alles recht schnell. Der Bauantrag wurde am 16. Dezember 2015 eingereicht, der Spatenstich erfolgte am 14. April 2016, ließ sie die wichtigsten Ereignisse Revue passieren. Besonders froh ist sie mit der gesamten Verwaltung darüber, dass sowohl mit der vorausgesagten Bauzeit als auch mit den berechneten Kosten eine Punktlandung geglückt ist. Beides, erklärte Architekt Jörg Kühn, Planer des Neu- und Umbaus, sei vor allem erwähnenswert, weil man sich in bestehender Bausubstanz bewegt hätte. „Es ist immer eine besondere Herausforderung, im bestehenden Objekt zu bauen. Da können schon mal unvorhergesehenen Dinge auf den Bauherrn zukommen“, erklärte er.

Zum Glück konnte der Neubau, der sich zwischen Schule und Feuerwehr schmiegt, nach den Plänen errichtet werden. Eine weitere Herausforderung, erklärte Kühn, waren die Arbeiten im laufenden Schulbetrieb, doch auch hier habe man gut kooperiert. Denn nicht nur der Kindergarten hat mit drei Gruppenräumen, einem Bistro, einem Förderraum und Personalräumen eine neue Bleibe gefunden. Ein Bewegungsraum und ein Speisesaal werden ab sofort gemeinsam von Kindergarten und Schule genutzt. Zudem wurden die Toilettenanlagen der Schule komplett saniert. Insgesamt, erläuterte Müller-Closset, wurden rund zwei Millionen Euro verbaut, 1,6 Millionen davon im Bereich Kindergarten, der dank eines Aufzugs komplett barrierefrei gestaltet ist. Nach Abzug von Zuschüssen von Land und Kreis bleiben an der Gemeinde Eppelborn am Ende 800 000 Euro hängen. Sehr gerne, erklärte Kühn, würde er noch weitere Maßnahmen zur Sanierung von Schule und Feuerwehr durchführen. „Dann hätten wir einen richtig stimmigen Gebäudekomplex geschaffen.“