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Kappensitung
Ein Feuerwerk der guten Laune

Humes. Närrischer Ausnahmezustand herrschte am Samstag bei der Kappensitzung des Karnevalsvereins „Die Backowe“. Von Benno Weiskircher

Ein Feuerwerk der guten Laune brannten die Akteure des Humeser Karnevalvereins „Die Backowe“ bei ihrer Kappensitzung am Samstagabend auf der Narrenbühne des Pfarrsaales ab. Mit tollen Büttenreden, herrlichen Tänzen, Comedy, Kabarett, Musik und Gesang luden die Karnevalisten des HuKV ihre Besucher zu einer fast sechsstündigen Reise durch alle Facetten der Saalfastnacht ein. Und die Besucher schipperten gerne im Narrenschiff mit, waren allerbester Laune und die Akteure auf der Bühne bildeten mit dem Narrenvolk im hübsch geschmückten Pfarrsaal eine tolle karnevalistische Einheit.


Lautstark kündete der Humeser Fanfarenzug den Beginn der Sitzung an. Sitzungspräsident Werner Broschart begrüßte im vollbesetzten altehrwürdigen Saal im Schatten des Humeser Doms auch das Eppelborner Prinzenpaar Desiree I. und den Prinzen Peter II. Der Prinz ist auf der Humeser Narrenbühne kein Unbekannter. In der Region ist er seit vielen Jahren als „de toopisch Johann“ unterwegs. Zum Programmstart begeisterte das Miniballett mit einem Gardetanz. Die HuKV-Hostess Candita Krämer-Brühlée (Desiree König) ist bekannt für ihre flotten Sprüche. „Männer hören nicht zu und wissen alles besser“, bekam das starke Geschlecht ihr Fett weg.

Als Eisbrecherin berichtete Lena Ziegler als Brunhilde Bockwurst aus der Bütt. Nach dem Jugendballett begeisterte Laura Ziegler als Hexe mit einem freien Reimvortrag. „Solche Hexen braucht das Land“, freute sich Werner Broschart über den gelungenen Vortrag des Humeser Eigengewächses. Das Stimmungsbarometer im Saal kletterte mit dem Auftritt des Duos Gustl (Trompete) und Leonie (Gesang) noch um einiges höher. Leonie Kron dankte Erwin Stein, der für sie die Musik gemacht hat. Dauergast in Humes ist Timo Ehrhardt, der als Fernsehgraf berichtete. „Seit 2008 trete ich hier auf, genau 50 Jahre bevor der Berliner Flughafen eröffnet wird“, so seine Einschätzung.

Die drei Biesel-Jungs Felix, Paul und Jonas, entstammen dem HuKV-Talentschuppen. Sie griffen auch immer wieder zur Gitarre und brachten mit ihren Liedbeiträgen den Saal zum Kochen. „Gott hat zu Adam gesagt, geh hin, an jeder Ecke findest du eine schöne Frau. Dann hat er die Erde rund gemacht“, berichtete das Trio. Seit 2 x 11 Jahren gibt es die Tanzformation Orange Fire. In ihren bunten Kostümen zeigte die Truppe ihr großes tänzerisches Können. „Die waare rischdisch gudd“, stellte Elisa, eine junge Besucherin fest. Mit ihrer multivisionalen Lichtershow illuminierte das Technik-Team die gesamte Narrhalla. „Ein Kind im Kopf“ hatte Thomas Kuhn. Für die Vorlage seines Vortrags diente ihm die Geburt seines Sohnes. Auf jede mögliche Situation im Kreissaal fand er einen passenden Liedtext, den er gesanglich präsentierte. Zur Höchstform lief wieder einmal Atze Lambert auf, der als Dorfpolizist die Lachmuskeln der Besucher arg strapazierte.

Zu den tänzerischen Höhepunkten der zweiten Sitzungshälfte zählten der perfekte Auftritt des HuKV-Balletts, die tänzerische Glanznummer der Gruppe InTAKT, die in die Zirkusmanege einlud und der Formation Rhythm of Music, die nach Afrika entführten. Die Magic Moves standen zum ersten Mal auf der Bühne und brachten zusätzlichen frischen Wind in den Showtanzbereich. Das Brill Projekt mit Eva Hoffmann, Thomas Kuhn und Sebastian König suchte den größten Humeser Faasendstar und fanden ihn in einer Wutz. Die Betzebummler sorgten als SWAT-Team mit ihren tänzerischen und akrobatischen Einlagen für ein tolles Finale eines großartigen und närrischen Abends.