Das Feiern geht weiter : Stimmungsvolle Dorfdudler Kirmes

In Bubach-Calmesweiler wurde gefeiert mit viel Musik und allem Drum und Dran.

Der Duft von Zuckerwatte, die rasante Fahrt auf einem Karussell, darauf müssen die Besucher der Bubacher Kirmes nun bereits im zweiten Jahr verzichten. „Es wurde immer schwieriger, Schausteller in unseren Ortsteil zu bekommen. Die Menschen fahren in die Freizeitparks, besuchen die Pfingstkirmes, doch auf unserem Kirmesplatz blieben die Besucher immer mehr aus“, erklärte Werner Michel, Ortsvorsteher von Bubach-Calmesweiler. „Früher in meiner Jugend kann ich mich noch an die große Kirmes erinnern. Die Ernte war eingebracht und das Dorf feierte zünftig das Patronatsfest“, erinnerte er sich.

Doch ganz auf die Kirmes, das Patronatsfest der Laurentiuskirche verzichten, das wollte der Ortsrat dann doch nicht. Bereits seit 15 Jahren wird an der Kirmes zeitgleich auch das Sommerfest der Bubacher Dorfdudler gefeiert – und das, erklärte der Leiter der Blasmusikkappelle, Andreas Trenz, hatte all die Jahre guten Zulauf. Schließlich entschied man sich, die Kirmes auf dem Dorfplatz einzustellen, wohl aber das dreitägige Dudlerfest zu feiern. Und während das traditionell am Sonntagvormittag mit einem zünftigen Fassanstich eröffnet wird, gibt es am Samstagabend einen kleinen, aber feinen Fassanstich mit den Vertretern aus der Kommunalpolitik. „Wir wollen an der guten Tradition festhalten und unsere Kirmes am Samstagabend gemeinsam eröffnen. Es ist einfach der Erinnerungsfaktor, der uns wichtig ist“, erklärte Werner Michel. Das dreitägige Programm mit deftigem Essen, aber auch Kaffee und Kuchen, erklärte er, führe am Ende vielleicht auch dazu, dass der Geldbeutel am Montagabend auf der Wäscheleine ende.

Bereits am frühen Samstagabend waren bei bestem Sommerwetter zahlreiche, zumeist ältere Besucher zum Borre-Eck gekommen. Musikalisch eröffnet wurde die Veranstaltung durch die Kirmes-Musikanten. „Wir haben damals, als wir an der Kirmes teilnahmen, diese kleine Gruppe gegründet und die wird auch zur Eröffnung weiterhin spielen“, erklärte Trenz. Sowohl das Musikzieren am Sonntag, aber auch der Standdienst an allen drei Tagen, betonte er, ist durch den Verein gewährleistet. „Wir können uns nicht beklagen, haben Nachwuchs, die Blasmusik boomt aktuell“, sagte er. Am gestrigen Montag luden die Dorfdudler noch einmal unter dem Motto „No der Schicht Party“ und zum „Dämmerschoppen“ zum Borre-Eck ein.

Mehr von Saarbrücker Zeitung