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Dirminger Juz zieht um in Kindergarten

Dirminger Juz zieht um in Kindergarten

Die evangelische Kita wird zum Jugendzentrum. Fortschritte gibt's in Sachen Solaranlage am Ortseingang.

"Das Juz muss raus, der Vertrag zum Verkauf des ehemaligen Pfarrhauses wurde heute geschlossen", erklärte der stellvertretende Ortsvorsteher Frank Klein, SPD, in der jüngsten Ortsratssitzung. Das, was erst nach einer sehr langen Partie aussah, ist nun doch sehr schnell gegangen. Mehrfach hatte Klein im Vorfeld darauf hingewiesen, dass, wenn ein Verkauf des Stengelhauses in Dirmingen zustande kommt, die Jugendlichen schnellstmöglich eine neue Bleibe brauchen. "Wir haben regelmäßigen Besuch, das Juz läuft gut, die Jugendlichen haben einiges an Inventar zusammengetragen", sagte er. Und, das war die wohl erfreulichste Nachricht des Abends, die Jugendarbeit im Eppelborner Ortsteil kann an anderer Stelle weitergehen. Durch den Neubau der Kindertagesstätte an der Grundschule wird spätestens nach den Sommerferien der evangelische Kindergarten leer stehen. "Wir sind der evangelischen Kirche, aber auch der Gemeinde sehr dankbar, dass hier eine schnelle Lösung gefunden wurde", betonte Klein. Für kurze Zeit müssen die Möbel zwischengelagert werden, dann kann es an neuer Stelle weitergehen.

Weiter voran geht es auch in Sachen Photovoltaik-Freiflächenanlage am Ortseingang von Dirmingen. Gleich mit zwei Beschlussvorschlägen sowie einer Mitteilungsvorlage war Markus Probst von der Ökostrom Saar nach Dirmingen gekommen. Er konnte den Ratsmitgliedern die gute Nachricht überbringen, dass die Fläche nicht mehr als Landschaftsschutzfläche, sondern als Sondergebiet für den Solarpark dargestellt wird. Insgesamt soll auf einem Gebiet von 14,2 Hektar eine neue Generation der Solaranlagen entstehen. Keine Einwände, erklärte Probst, kamen von Seiten der Bevölkerung. Geklärt sei inzwischen auch die Trassenführung und der Netzanschluss. Im Vorfeld , erläuterte er, musste eine Ausgleichsmaßnahme durchgeführt werden, um Greifvögeln ein interessantes Jagdgebiet anzubieten. "Wenn jetzt noch der Ausschuss und der Gemeinderat dem Vorhaben zustimmen, können wir im dritten Quartal dieses Jahres mit dem Bau beginnen", sagte er. Die Fertigstellung der Anlage, die mit senkrecht stehenden Glas/Glas-Modulen daherkommt und die eine deutlich längerer Lebenszeit von bis zu 35 Jahren aufweist, wird bereits für Januar 2018 erwartet. Von den Ortsratsmitgliedern gab es keine Einwände, Ortsvorsteher Manfred Klein, SPD, betonte, dass beim Bau auf große Akzeptanz der Bevölkerung geachtet werden müsse, letztlich stimmte der Rat dem Bauvorhaben, das bereits mehrfach beraten wurde, einstimmig zu.

Keine Diskussion gab es um den Namen, den der neue Kindergarten, der im September eröffnet werden soll, tragen wird. "Die Kinder haben sich auf Pusteblume geeinigt", erklärte Ortsvorsteher Manfred Klein.