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Die Siegermentalität ist eingeimpft

Die Siegermentalität ist eingeimpft

Mit Mike Baier hat der Fußball-Oberligist FC Hertha Wiesbach einen Neuzugang an Land gezogen, der in der Jugend des FC Bayern München ausgebildet wurde. Selbstbewusstsein ist für den 23-jährigen Innenverteidiger also wahrlich kein Fremdwort.

Mike Baier ist der Neuzugang beim Fußball-Oberligisten FC Hertha Wiesbach . Und ihm liegt das Selbstbewusstsein sozusagen im Blut. Denn seine fußballerische Ausbildung genoss der 23-jährige Innenverteidiger zwischen 2007 und 2010 in der Jugendabteilung des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München . "Bei den Bayern wird dir schon in der Jugend eingetrichtert, mit breiter Brust auf das Feld zu gehen und dem Gegner zu zeigen, wo es lang geht. Man bekommt also wirklich eine gewisse Siegermentalität eingeimpft", erzählt Baier vor dem Spiel der Hertha heute Abend um 19 Uhr im heimischen Prowin-Stadion gegen den SV Saar 05 Saarbrücken.

"Seuchensaison" in Frankfurt

Nach seinen Lehrjahren in München schloss sich der gebürtige Hesse 2010 zunächst der zweiten Mannschaft von Eintracht Frankfurt in der Regionalliga Süd an - doch er wurde dort nicht glücklich. "Es war eine Seuchensaison, ich wurde immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen", erinnert sich Baier, der daraufhin für ein Jahr beim hessischen Verbandsligisten RSV Würges anheuerte. "Das war, um nach meiner Zeit in Frankfurt den Kopf freizubekommen und den Spaß am Fußballspielen wiederzufinden", erklärt Baier.

Anschließend zog es ihn ins Saarland zum Südwest-Regionalligisten FC Homburg. Dort absolvierte er in den vergangenen zwei Jahren insgesamt 44 Pflichtspiele für die Saarpfälzer. Seit knapp drei Wochen spielt Baier nun eine Klasse tiefer für den FC Hertha Wiesbach . Das "beste Gesamtpaket aus Beruf und Sport" habe den Ausschlag für die Hertha gegeben, erklärt der in Bad Schwalbach aufgewachsene 23-Jährige. Denn der Verein habe ihm für das nächste Jahr eine Ausbildung zum Bankkaufmann vermittelt.

Dass er die Vorbereitung mit seinen neuen Mitspielern komplett verpasst hat, darin sieht der flexibel einsetzbare Defensivspieler nur ein geringes Problem: "Die Abläufe und das Zusammenspiel passen noch nicht zu hundert Prozent. Aber es wird mit jedem Training besser", sagt Baier, der dem Spitzenspiel heute Abend gegen den Tabellenzweiten Saar 05 freudig entgegenblickt: "Wir müssen selbstbewusst auftreten und dem Gegner unser Spiel aufdrücken. Zu Hause muss uns erst einmal jemand schlagen."

Kein Kopfzerbrechen bereitet Baier, dass mit Wiesbach und Saarbrücken die beiden torhungrigsten Offensivreihen der Oberliga aufeinandertreffen: "Es sind doch sowieso die Spiele schöner, in denen man gefordert ist", meint er trocken. Es scheint also, als könnte Wiesbach seinem Gegner heute Abend mit breiter Brust und bayrischem Selbstbewusstsein zeigen, wo es auf dem Platz lang geht.