Natur kommt in die Klassen: Die Natur kommt den Schulen näher

Natur kommt in die Klassen : Die Natur kommt den Schulen näher

Die Grundschule Wiesbach-Dirmingen firmiert jetzt als Naturparkschule. Das soll den Kindern viel Spaß bringen.

In großem Kreis saßen gestern die Kinder der Grundschule Dirmingen, einer Dependance der Wiesbacher Grundschule, um ein Lagerfeuer mitten auf dem Schulhof. Das hatte seinen Grund. Der Kooperationsvertrag zwischen der Grundschule, dem Naturpark Saar-Hunsrück und der Naturparkgemeinde Eppelborn wurde unterzeichnet. „Jetzt“, so freute sich Schulleiterin Jennifer Mees, „werden auch wir eine Naturparkschule im länderüberschreitenden Naturpark Saar-Hunsrück“.

Der Naturpark Saar-Hunsrück ist als anerkannter außerschulischer Bildungspartner Teil des seit 2014 existierenden bundesweiten Projekts Netzwerk Naturpark-Schulen des Verbandes Deutscher Naturparke (VDN). Dafür gab es in der Vergangenheit auch schon eine hohe Auszeichnung der Unesco.

„Die Schülerinnen und Schüler sollen den Naturpark erleben und begreifen“, sagte der Vizevorstandsvorsitzende des Naturparks Saar-Hunsrück, der St.Wendeler Landrat Udo Recktenwald. Kinder müssten auf mehr Naturwissen neugierig gemacht werden, so Recktenwald weiter. Themen wie Natur und Umwelt und die damit verbunden Kultur den Kindern und Jugendlichen spannend und zeitgemäß zu vermitteln, sei der Grundgedanke der Naturparkschulen.

In der großen Runde ums Feuer formulierten die Kinder schon sehr exakt, wie sie sich das Projekt vorstellen. Die einen möchten im Wald wandern und Tiere beobachten, andere wiederum wollen dafür sorgen, dass nichts mehr achtlos einfach weggeschmissen wird. Wieder andere wünschen sich, dass im Kunstunterricht mit natürlichen Materialien gebastelt wird. Das sei genau der Gedanke, der hinter dem Projekt stehe, sagte am Rande der Veranstaltung die Geschäftsführerin des Naturpark Saar-Hunsrück, Gudrun Rau.   „Die Schulen holen sich die biologische Vielfalt in den Unterricht, fördern mit Naturerfahrungen nicht nur Wissen, Kreativität und soziale Kompetenz, sondern festigen auch eine emotionale Bindung zur Natur vor der eigenen Haustür“.

Heimat neu zu endecken und zu erleben, seine Wurzeln zu erkennen, schaffe Identität, ergänzte Schulleiterin Mees. Auch die Eppelborner Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset zeigte sich hocherfreut, dass die Grundschule in Dirmingen diesen richtigen Weg beschreite.

Hauptziel des Naturpark-Projektes sei es, so die Mitteilung des Naturparks Saar-Hunsrück, eine feste, dauerhafte Kooperation zwischen dem Naturpark und den Schulen im Park zu etablieren. Mit der Naturpark-Schule werde ein stärkerer Heimatbezug hergestellt, so Gudrun Rau. Durch die Zusammenarbeit von Naturpark und Schulen und weiteren außerschulischen Partnern wie Imkern, Landwirten und Förstern, Künstlern und Vereinen würden umwelt- und naturbezogene Themen greifbar gemacht.

Nach dem feierlichen Unterzeichnen der Urkunde konnten die Schulkinder im Feuer auf dem Schulhof in Alufolie gepackte Kartoffeln braten und wurden auf diese Weise für ihre Geduld belohnt.

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