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Die kleinste passt in eine Nussschale

 Krippenbauer Konrad Dörr (rechts) erklärt und zeigt seine Kunstwerke dem interessierten Besucher Günter Backes aus Hasborn. Foto: Merkel
Krippenbauer Konrad Dörr (rechts) erklärt und zeigt seine Kunstwerke dem interessierten Besucher Günter Backes aus Hasborn. Foto: Merkel FOTO: Merkel
Habach. Bereits zum dritten Mal gibt es im Bauernhaus Habach eine Krippenausstellung. 17 Aussteller zeigen noch bis zum vierten Advent, was sie in den vergangenen Monaten in mühevoller Kleinarbeit gebastelt haben. Carolin Merkel

. "In der heutigen, kurzlebigen Zeit freut es mich, dass geradeso viele junge Familien mit ihren Kindern zur Krippenausstellung kommen, sich die Krippen anschauen und oft auch eine eigene Krippe erwerben", erklärte Konrad Dörr aus Wiesbach. Er ist Krippenbauer aus Leidenschaft und einer der insgesamt 17 Aussteller , die noch bis zum vierten Advent das Bauernhaus Habach in eine riesige Weihnachtslandschaft verwandeln. Sein Dank ging an Marliese Weber, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Kulturgut Eppelborn, und ihr Team. "Sie geben uns die Möglichkeit, unsere Arbeiten auszustellen und so einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren", sagte er.

Bereits zum dritten Mal hat die Stiftung in Zusammenarbeit mit der Gemeinde zur Krippenausstellung ins Bauernhaus eingeladen. "Mein letzter Stand Anfang der Woche waren elf Aussteller , jetzt sind es 17, das hat mich wirklich überrascht", freute sich Eppelborns Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset, die trotz engen Terminkalenders am Sonntagnachmittag einen Abstecher ins Bauernhaus machte. Sie wurde mit zahlreichen Krippenlandschaften, von klitzeklein bis riesengroß, von saarländisch bis orientalisch, mal aus Holz, mal aus Stein, mal ganz schlicht, dann wieder sehr aufwendig, belohnt. Denn, das zeigt die Ausstellung: gerade im Krippenbau herrscht eine unglaubliche Vielfalt, keine gleicht der anderen, auch wenn sie allesamt die Geschichte um die Geburt Jesu erzählen. Seit vielen Jahren schon baut Dörr seine Krippen. "Ich war schon als Kind von unserer Krippe begeistert", erinnert er sich. Als er dann eine eigene Familie hatte, musste auch an Weihnachten eine erste selbst gebaute Krippe her, seitdem ist er ab September im Baufieber, baut orientalische, aber auch die Krippen aus der Heimat haben es ihm angetan.

Das Bauernhaus hat sich für die Krippenausstellung mit Tannenzweigen, Strohsternen und Lichterketten ebenfalls in ein Weihnachtskleid geworfen. Schon zur Eröffnung am Sonntag herrschte reger Betrieb. Unter den ersten Besuchern war Günter Backes aus Hasborn. Er selbst hat eine große Krippenlandschaft zu Hause, wollte beim Rundgang einfach die Vielfalt genießen. Die Krippe in Miniatur hatte es Elias Rino aus Eppelborn angetan. Zusammen mit Brüderchen Milan und Mama Christine war der Junge zu Fuß aus Eppelborn nach Habach gekommen. Gespannt wartete er auf den Nikolaus, der sein Kommen zugesagt hatte. Die Zeit verkürzte sich die Familie mit einem Rundgang durch die Ausstellung, für Elias gab es bei Ludwig Müller eine Krippe in der Nussschale. "Die kommt auf meinen Nachttisch neben meine Lampe", erklärte der Junge.