Die Jäger stärkten Landesjägermeister Andreas Schober den Rücken

Die Jäger stärkten Landesjägermeister Andreas Schober den Rücken

Humes. Die Vereinigung der saarländischen Jäger (VJS) im Kreis Neunkirchen steht hinter ihrem Landesjägermeister Andreas Schober und seinen kontrovers diskutierten Aussagen gegen eine Verschärfung des Waffenrechts

Humes. Die Vereinigung der saarländischen Jäger (VJS) im Kreis Neunkirchen steht hinter ihrem Landesjägermeister Andreas Schober und seinen kontrovers diskutierten Aussagen gegen eine Verschärfung des Waffenrechts. Das machten die Jäger am Freitagabend auf ihrem Kreisjägertag im Gasthaus Ziegler in Humes mit viel Applaus bei einer Rede Schobers und klaren Worten durch ihren Kreisjägermeister Edgar Kuhn deutlich. Jäger für KontrolleIn einem offenen Brief an die saarländischen Landtags- und Bundestagsabgeordneten hatte Schober vor kurzem eine Verschärfung des Waffenrechtes vehement abgelehnt (wir berichteten). In das gleiche Horn blies anschließend Schobers Stellvertreter im Land und Kreisjägermeister Kuhn: "Wir Jäger sind nicht gegen eine Kontrolle gesetzlicher Vorschriften. Aber keine noch so drastische Novellierung des Waffenrechtes kann ein krankes Hirn heilen. Lassen Sie uns deshalb vielmehr mit dem jetzt gegebenen Waffenrecht vernünftig umgehen." Der Kreisjägermeister betonte zudem, dass die Jäger es vermissen würden, dass sich die Politiker nicht von Angriffen auf die Jäger distanzierten. Die Landtagsabgeordnete Cornelia Hoffmann-Bethscheider (SPD) betonte eine Verschärfung des Waffenrechts "bringt nichts". Und MdL Michael Schley (CDU) sagte, bestimmte Parteien versuchten sich gerade "auf Kosten der Jäger zu profilieren". Karl-Josef Jochem (FDP) meinte, die Diskussion um den offenen Brief sei "ein willkommener Anlass, gegen die Jäger zu schießen". Weitaus erfreulicher für die Jäger verlief in letzter Zeit die Diskussion um die Abschaffung der Jagdsteuer im Kreis. Die wird wohl in der nächsten Sitzung des Kreistages endgültig abgeschafft. Darauf hätten sich laut Schley jetzt die CDU- und SPD-Fraktionen im Kreistag geeinigt. Damit gehen dem Kreis in Zukunft rund 15 000 Euro verloren. Dafür versprach Kuhn, dass die Kreisjäger auch in Zukunft hoheitliche Aufgaben übernehmen würden - etwa die Beseitigung von so genanntem "Fallwild", also Tieren die beispielsweise bei Unfällen ums Leben kommen. mgs

Auf einen BlickWährend des Kreisjägertages wurden folgende Jäger für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt: Nikolaus Meiser (50 Jahre), Walter Bieringer, Harry Schäfer, Helmut Schäfer und Heinrich Werth (40 Jahre), Hans-Werner Müller, Rolf Schmitt und Helmut Seifert (25 Jahre). Zudem wurden Wolfgang Herold mit der Bläsertreuenadel Sonderstufe Gold sowie Pauline Kohler mit der Bläsertreuenadel in Silber ausgezeichnet. mgs

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