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Die holde Weiblichkeit übernimmt das Zepter

Die holde Weiblichkeit übernimmt das Zepter

Männer sind von jeher ein gerne aufgenommenes Thema, wenn die Frauen am Weiberfasend in die Bütt steigen. Das war in Bubach-Calmesweiler nicht anders. Auch hier ging es zwischen Tanz und allerhand Narretei um die Eigenartigkeiten der Männer.

"Wir sind die Elfen aus dem Elfenland, die gekommen sind, um der Sitzung unseren Elan zu verleihen". Mit "Bubachs erschtem Elfenrat" stand die "Weiberfasend" des Ortes ganz im Zeichen der "holden Weiblichkeit". Dabei brauchten die "Elfengleichen Wesen" keinen "Chef" beziehungsweise Sitzungspräsidenten. Sie teilten sich die Ansagen während der Veranstaltung. Wobei der Großteil der Ratsmitglieder bei den weiteren Programmpunkten mitwirkte.

Gleich die Hälfte fungierte als Büttenrednerinnen. "Die Tollen Tanten treffen sich jede Woche im Café Klatsch. Und was machen sie da? Natürlich Rätsche!" Und wie "gerätscht" wurde: Angefangen mit dem "Wartezimmer vom Doktor Deutscher", kam man schnell zum Hauptthema, den Eigenartigkeiten der Männerwelt. Bei all der Lästerei kam aber auch die Selbstironie nicht zu kurz. Einen weiteren Auftritt als Rednerinnen hatten zwei Nachwuchstalente.

Annkatrin Gross präsentierte sich als klischeetriefendes "Hollywoodstarlet", dass mit "denglischem" Akzent ihre Welt erklärte. So erzählte sie über ihr extravagantes Leben mit riesigem Haus samt Elfenbeinkloschüsseln und betonte gekonnt das ebenso große Ego der typischen Diva. "Noch so ein Starlet aus Hollywood konnten wir uns nicht leisten. Aber wir haben eigene Talente hier." Wie Theresa Schifkovsky, von ihrem "Babe", der "Oma" und den Verrücktheiten, die sich die Erwachsenen erlauben, erzählte. Zumindest einen Vertreter des männlichen Geschlechts gab's dann doch in der Bütt. "De Toopisch Johann" berichtete von einem Seminar bei einem indischen Guru, der ihm die Geheimnisse einer erfolgreichen Beziehung beigebracht hatte.

Hauptsächlich brachten die "Herren der Schöpfung" aber gesangliche Parts mit ein. Die Katzenbachlerchen hatten sich im Vorfeld "umgehört, was in Bubach und Umgebung so passiert ist". Daraus folgten politische Songs zu gecoverten Melodien, die sowohl kommunale Themen als auch die Bundespolitik in den Fokus rückten. Mit bekannten Karnevalsstücken begeisterte indes der Habacher Männerchor. Bei Hits wie "Johanna", "Malle ist nur einmal im Jahr" und "Atemlos" hielt es kaum jemanden auf den Sitzen.

Der Habacher Karnevalsverein steuerte auch den Großteil der tänzerischen Darbietungen bei. Den Anfang machten gleich zwei hauseigene Kindergarden. Dem tollen Auftritt bunt kostümierter "Faschingshühnchen" folgte die tänzerische Reise über die Tiroler Berge samt einer Abschluss-pyramide. Zwischen "Forever Young" und "Du wirst nicht immer siebzehn sein" zeigten sich die Habacher nicht in den üblichen Trachten, sondern in schwarz-goldenen Outfits und blonden Perücken zu launigen Partyrhythmen. Die Tanztruppe des Bubacher Turnvereins ließ es hingegen härter angehen. Zu Titeln wie Highway to Hell rockten die "Punkerbräute" die Bühne.

Selbstverständlich durfte das Bubacher Prinzenpaar nicht fehlen. Prinzessin Hanna I. Und Prinz Jan I. erhielten von Ortsvorsteher Werner Michel den Schlüssel zum Ort. Eingerahmt wurde die Kappensitzung von Uschi Riehm, die als Peter Maffay und Andreas Gaballier für lustige Augenblicke sorgen konnte.

Zum großen Finale trafen sich dann alle nochmal gemeinsam auf der Bühne, um anschließend bis weit in die frühen Morgenstunden weiterzufeiern - wie es sich an der Weiberfasend eben so gehört.

Zum Thema:

Auf einen Blick Mitwirkende: Büttenreden: Annkatrin Gross; Theresa Schifkovsky; Peter Leinenbach; Katja Gross; Monika Eckert; Jessica Paulus; Sabine Meno; Jenny BerningTänze und Showeinlagen: Kindergarden Habach (Trainerinnen: Aline Finkler; Eileen Kartes); Aktivengarde Habach (Trainerin: Janine Kuhn); Katzenbachlerchen (Leitung: Peter Buchheit); Heroldsänger Habach (Leitung: Konrad Tull); Turnverein Bubach (Trainerinnen: Ulrike Selzer; Uschi Riehm). jpm