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Handball: Die erste Standortbestimmung

Handball : Die erste Standortbestimmung

In der Handball-Oberliga gilt es für die Handballfreunde Illtal am Sonntagabend: Zu Gast ist der SV 64 Zweibrücken.

(jhl) An das letzte Pflichtspiel zwischen den Handballfreunden Illtal und dem SV Zweibrücken werden sich die Westpfälzer etwas lieber zurückerinnern. Das war im April diesen Jahres, im Halbfinale des Saarland-Pokals. Zweibrücken spielte damals noch in der 3. Liga Süd und sicherte sich dank einer blitzschnellen Reaktion von Torwart Rok Selakovic – er parierte in der letzten Aktion des Spiels einen Siebenmeter von Sven-Malte Hoffmann – den 24:23-Erfolg und damit den Einzug ins Finale.

Selakovic hat Zweibrücken inzwischen in Richtung Reutlingen verlassen. Auch Hoffmann ist nicht mehr in der Ersten der Zebras aktiv. Der Qualität des kommenden Aufeinandertreffens tut das keinen Abbruch, meint Sebastian Hoffmann von den Handballfreunden: „Das Spiel gegen Zweibrücken, auch als Derby, das hat immer einen besonderen Reiz. Das ist das erste große Highlight als Heimspiel. Zweibrücken ist einer der Favoriten auf die Meisterschaft.“, verrät der langjährige Kapitän der Zebras. Beide Mannschaften sind erwartungsgemäß gut in die laufende Oberliga-Saison gestartet, haben ihre ersten zwei Spiele recht souverän gewonnen und teilen sich mit 4:0 Punkten – gemeinsam mit den SF Budenheim und der VTZ Saarpfalz - den Platz ganz oben.

Gibt es einen Favoriten? „Nein“, betont Hoffmann, der den Gegner nur schwer einordnen kann. Auch, weil der erst vor etwas mehr als einer Woche bekanntgab, dass der Vertrag mit nun Ex-Trainer Tony Hennersdorf aufgelöst wurde. Das mache die Gäste unberechenbar. „Sie haben gutes Spielermaterial. Es ist schwer für uns einzuschätzen, wer letztendlich spielt. Ich denke, generell ist es nie einfach, nie gut für eine Mannschaft, wenn der Gegner kurz vorher den Trainer wechselt. Weil man nie abschätzen kann, welche Wirkung das hat. Ist die Mannschaft euphorisiert?“ Aufschluss darüber, ob der Trainerwechsel Zweibrücken beflügelt oder doch bremst, gibt es am Sonntagabend um 18 Uhr in der Hellberghalle in Eppelborn. Der Illtaler Spielmacher ist sich sicher: „Wenn wir zu 100 Prozent unsere Leistung bringen, weiß ich, dass wir schwer zu schlagen sind. Weil wir sehr flexibel sind. Aber ich glaube nicht, dass das Spiel früh entschieden wird. Es wird darauf ankommen, wer in der heißen Phase Mitte der zweiten Halbzeit mehr Souveränität aufs Spielfeld bringt.“