1. Saarland
  2. Neunkirchen
  3. Eppelborn

Die alten Männer können immer noch rocken

Die alten Männer können immer noch rocken

Seit 1974 spielt die Formation Marx Tillermann Rootschilt zusammen. Ihre Wurzeln finden sich etwa bei den Beatles. Bei ihrem Konzert stellten sie auch Songs ihrer neuen Platte „Bark mark“ vor.

Marx Rootschilt Tillermann kommt immer wieder gern nach Eppelborn. Nach etlichen Auftritten fühlt sich die Band dort mittlerweile fast wie zu Hause. Michael Marx: "Der Big Eppel ist unsere zweite Heimat, unser Wohnzimmer, unser Schlafzimmer, unser Bad und unser Grillplatz".

Das Projekt beginnt im Jahre 1974, als sich Marx und Gerdi Rootschilt beim Fußballspielen über den Weg laufen. Neben Auftritten mit Coversongs schreiben die beiden auch die ersten eigenen Stücke. Im Jahr darauf erweitert Hubi Tillermann das Duo zum Trio, dass sich von nun an Marx Tillermann Rootschilt nennt. Musikkassetten und LPs entstehen. In der Folgezeit ergänzen Amby Schillo und Robby Jost die Band. Tillermann verlässt 1993 die Gruppe, die vorerst als Quartett weitermacht. Nach 18 Jahren in Irland kehrt er jedoch zurück, die "Tillermänner" sind wieder vollzählig.

In den 42 Jahren haben die Jungs (oder besser gesagt "alten Männer", wie sie sich selbst bezeichnen) 14 Platten veröffentlicht, inklusive eines Live-Albums und einer "Best of"-CD der frühen Jahre. Dass die Bandmitglieder allesamt über 60 sind, schränkt sie jedoch keineswegs ein. Im Gegenteil: "Wir fühlen uns alle noch aktiv und fit. Je älter wir werden, desto besser werden wir", meint Marx. Davon erzählen sie auch in ihrem Song "Tree of Life". Die Setliste des Konzerts beinhaltet Evergreens wie "Nightingales and Butterflies" oder "Home", Songs der neuesten Scheibe "Bark mark" und vieles mehr: Mal a cappella gesungen, mal mit Gitarrenbegleitung von Marx und Schillo, während "Chefschüttler Hubi" und Co mit Hilfe verschiedener Schlaginstrumente für den Rhythmus sorgen. Die Titel drehen sich um biografische Erlebnisse der Musiker. Manchmal sind die Storys aber auch "aus den Rippen gesaugt", wie Marx bekennt - fiktiv, aber gut geschrieben und trotzdem irgendwie authentisch. Den Wandel der Band spiegelt hingegen zwei Songs wider. Von der "The Singin' Band" zur "Good ol' Singin' Band".

Für das leidenschaftlich mitfiebernde, -klatschende und -singende Eppelborner Publikum hat diese zum Abschluss noch gleich drei Zugaben auf Lager: "Got that fever", "One night in Paris" und "Find the cost of freedom".

Die Stücke der "Tillermänner" erinnern an die großen Bands und Musiker der 60er, 70er und 80er Jahre, an die Bee Gees, Bob Dylan und die Beatles. Ihre Musik ist wie aus einer anderen Zeit. Sie hat wenig mit der heutigen Popkultur gemeinsam. Und das will sie auch gar nicht. Sie ist für ihre Fans gemacht, wie zum Beispiel für Thomas Schneider aus Saarlouis: "Ich kenne die Band schon seit über 25 Jahren und habe alle CDs von ihnen. Es sind einfach gute Musiker, die ihre eigenen Songs schreiben. Besonders gefällt mir der A-cappella-Gesang. Die Stimmen sind hervorragend. Ich hoffe, dass es sie noch lange gibt und man sie noch oft sehen kann."