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Die Abbrucharbeiten der Tankstelle in Eppelborn haben begonnen.

Abbrucharbeiten Tankstelle Eppelborn : Platz schaffen für Neues

Mit dem Abriss der alten Tankstelle steht der Sanierung des Eppelborner Ortskerns nichts mehr im Wege.

Auf eine spannende Geschichte in puncto Ortskerngestaltung wurden die Eppelborner am Montag mit dem Beginn der Abbrucharbeiten an einer ehemaligen Tankstelle eingestimmt. Nach dem Abriss fangen dort die Arbeiten erst richtig an. Denn dann müssen zunächst einmal die Altlasten entsorgt und Bodenprüfungen durchgeführt werden. „Das Ganze passiert nicht von heute auf morgen. Das kann ein Jahr dauern und ob die veranschlagten Kosten in Höhe von 400 000 Euro ausreichen, wissen wir nicht. Aber das Ganze ist ein wichtiger Schritt, um den Ortskern attraktiv und zukunftsfähig zu machen“, fasste Bürgermeister Andreas Feld zusammen und freute sich, mit dem Start der Abrissarbeiten ein „gutes Signal für Eppelborn auszusenden“.

Dabei legte er sogar selbst Hand an und bediente den Hebel im Abrissbagger. Die Tankstelle wurde 1951 in Betrieb genommen; 1954 wurde der Geschäftsbereich durch einen Mietwagenbetrieb bis 1968 erweitert. Stillgelegt wurde die Tankstelle 1984. Auf dem Gelände waren danach die Gewerbe Kranverleih, Autohandel und Blumenhandel angemeldet.

Die letzte Nutzung liegt bereits sieben Jahre zurück, wobei die Freifläche um das Gebäude herum all die Jahre als Parkplatz genutzt wurde. Die Gemeinde wurde im Oktober 2019 Eigentümerin von Grund und Boden. Im Juli 2020 erfolgte bei der Unteren Bauaufsicht die Anzeige einer beabsichtigten Beseitigung. Bereits im November 2020 erteilte das Ministerium für Inneres die Genehmigung eines vorzeitigen Maßnahmenbeginns. Die Auftragsvergabe erfolgte an die Firma Gihl, die im Dezember mit der Entkernung begann und die Abbrucharbeiten vorbereitete.

Am Montag konnte nur ein kleiner Teil der Garagen abgerissen werden. Die Abrissarbeiten am Tankstellengebäude mussten witterungsbedingt noch zurückgestellt werden, da hier mit vermehrter Staubentwicklung zu rechnen ist und deshalb Wasser eingesetzt werden muss. Bei den frostigen Temperaturen hätte das zu Problemen führen können.

Die ehemalige Tankstelle ist bald Geschichte. Foto: Boewen-Dörr

Die Maßnahme wird durch das Bundesprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ gefördert. Die zuwendungsfähigen Kosten werden zu zwei Dritteln übernommen. Die Kosten für den Abriss betragen 130 000 Euro; die Kosten für Bodenprüfung und Bodenaustausch stehen noch nicht fest. Die Dauer der Maßnahme mit Ausschreibungen und Zuschussanforderungen beträgt zirka ein Jahr.