Biergarten-Serie Beim Wutze Walter geht es urig zu

Dirmingen · Urlaub daheim steht in diesem Jahr für viele Menschen an. Wir stellen die schönsten Biergärten im Kreis vor. Heute: Der Wutze Walter in Dirmingen.

 Weil ein geplanter Wintergarten wegen Corona bisher noch nicht gebaut werden konnte, dient ein Zelt als provisorische Überdachung.

Weil ein geplanter Wintergarten wegen Corona bisher noch nicht gebaut werden konnte, dient ein Zelt als provisorische Überdachung.

Foto: Heinz Bier

Um den Biergarten beim Wutze Walter in Dirmingen jenseits der Wohnbebauung problemlos zu finden und zu erreichen, empfiehlt sich für Ortsunkundige auf jeden Fall Google Maps. Aber die Lage weitab von der Ortsmitte hat durchaus ihren Reiz. „Hier, inmitten der Natur, finden die Leute eine himmlische Ruhe“, nennt Andreas Trenz beim Besuch der SZ einen Vorzug des Biergartens. Er ist „der Küchenbulle“, wie er selber sagt, und betreibt das Gasthaus mit Biergarten zusammen mit der Inhaberin Marion Burtscheid.

Den Biergarten gibt es seit fast sechs Jahren und er erfreut sich großer Beliebtheit. Das wird durch Kopfnicken auch von einigen Gästen bestätigt. Dass die rustikalen Holzgarnituren derzeit unter einem Behelfszelt stehen, ist der aktuellen Situation geschuldet. „Wir hatten für 2020 geplant, einen Wintergarten anzubauen“, erzählt Trenz, „aber das fiel Corona zum Opfer“. 40 Besucher haben im Biergarten Platz, aktuell dürfen aber nur 25 hinein. Bei besonderen Veranstaltungen, und die gibt es beim Wutze Walter regelmäßig, kann der Biergarten für bis zu 100 Personen erweitert werden. Die Besucher kommen aus dem Ort, aber auch Wanderer und Radfahrer machen hier gerne Station. Viele kommen von Finkenrech herüber, das nur 500 Meter Luftlinie entfernt ist. „Aber die Leute kommen auch von außerhalb mit dem Auto oder dem Motorrad zu uns“, erzählt der Küchenchef, und dann kann es auf der schmalen Zufahrtsstraße schon mal eng werden.

Die Abgeschiedenheit in der Natur hat noch einen weiteren Vorteil. „Hier darf es am Abend schon mal etwas lauter werden“, sagt Andreas Trenz schmunzelnd, „man stört hier niemanden.“ Das es mal laut wird, das bleibt oftmals auch nicht aus, denn über Sommer finden im Biergarten immer wieder Familienfeiern oder Vereinsveranstaltungen statt. Und es gibt beim Wutze Walter regelmäßige Sonderveranstaltungen und Themenabende, die sehr beliebt sind. „Hierfür sind Anmeldungen unbedingt erforderlich“, macht Trenz deutlich. „Es kann dann auch schon mal vorkommen, dass wir Leuten absagen müssen, wenn sie anrufen“, ergänzt Marion Burtscheid. Zu den speziellen Ereignissen gehören beispielsweise regelmäßige Bierverkostungen, so genannte Tastings, „die immer ausgebucht sind“. Es werden Jägerabende mit Wildgerichten aus der Region angeboten, es gibt die exklusiven Steakabende mit zwölf bis 15 verschiedenen Variationen von Steaks oder es werden Wochenenden mit saarländischen, pfälzischen oder bayerischen Spezialitäten veranstaltet. Im Sommer finden die ausnahmslos im Biergarten statt, in der kalten Jahreszeit im Lokal. Zu den Besonderheiten beim Wutze Walter gehört auch, dass es speziell für den Biergarten wöchentlich wechselnde Speisekarten gibt.

Für den gelernten Metzger Trenz kein Problem. „Da stehen dann auch kleinere Gerichte drauf, wenn jemand kein Schnitzel oder Steak mit Pommes frites essen will.“ Und dann gibt es hier noch einen ganz besonderen Service für die Sommergäste. Im Biergarten werden das frisch gezapfte Pils oder das Weizenbier in vorgekühlten Steingutkrügen serviert, „und dann bleibt der Inhalt auch bei 38 Grad noch kühl“, erklären die Beiden. Aber wie erklärt sich der Name der Gaststätte? Trenz klärt auf: „Früher war das hier ein Aussiedlerhof mit einer Schweinezucht und der Betreiber war der Walter, also der Wutze Walter.“

Der Biergarten ist von dienstags bis samstags ab 16 Uhr, sonntags schon ab 10.30 Uhr geöffnet. Montags ist Ruhetag.

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