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Fußball
Der Spitzenreiter kommt nach Wiesbach

Herthas Trainer Michael Petry ist derzeit sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.
Herthas Trainer Michael Petry ist derzeit sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. FOTO: E.Bastuck,Lebach / ebs.pressefoto
Wiesbach. Der FC Hertha Wiesbach hat am Samstag sein Auswärtsspiel in der Fußball-Oberliga bei Aufsteiger TSV Emmelshausen souverän gewonnen. Morgen kommt es nun zum Top-Duell mit dem FCK II. Von Philipp Semmler

Zweiter Knaller im zweiten Heimspiel: Nach dem Saarderby gegen Regionalliga-Absteiger SV Röchling Völklingen (3:0) am ersten Spieltag wartet auch im zweiten Heimspiel ein attraktiver Gegner auf Fußball-Oberligist FC Hertha Wiesbach. Am morgigen Mittwoch, 18.30 Uhr, empfängt das Team von Trainer Michael Petry mit dem 1. FC Kaiserslautern II einen der Meisterschaftsfavoriten. „Uns erwartet ein starker Gegner, der viele Spieler hat, die mit dem Drittliga-Team des FCK trainieren“, weiß Petry.


Einer davon wird in Wiesbach allerdings fehlen: Offensiv-Leistungsträger Christian Kühlwetter sah am Samstag beim 2:1-Sieg des FCK II gegen den VfB Dillingen kurz vor der Pause nach einem groben Foul gegen Hassan Srour Rot. Trotz Unterzahl gelang Lautern in der zweiten Hälfte der 2:1-Siegtreffer. Durch diesen verteidigten die „Roten Teufel“ die Tabellenspitze, die das Team von Trainer Hans-Werner Moser gleich am ersten Spieltag durch einen 5:0-Kantersieg beim SC Idar-Oberstein übernommen hatte.

Den Pfälzern dicht auf den Fersen ist aber Wiesbach: Denn die Hertha gewann am Samstag auch ihr zweites Saisonspiel. Vor 320 Zuschauern setzte sich das Team bei Aufsteiger TSV Emmelshausen souverän mit 2:0 (1:0) durch. „Das Chancenverhältnis war am Ende 9:2 zu unseren Gunsten. Wir waren absolut dominant und haben das richtig gut gemacht“, freute sich Petry. „Vor allem unsere Abwehr hat überragend gespielt.“ Wiesbach ist das einzige Team der Oberliga, das bislang noch keinen Gegentreffer hinnehmen musste.



Nur ganze zwei Mal wurde es beim Gastspiel in Emmelshausen im Hertha-Strafraum brenzlig. Doch Gerrit Wißfeld und Tobias Lenz zielten in diesen Szenen jeweils zu ungenau. Deutlich mehr los war während der 90 Minuten im Strafraum der Gastgeber: Das ging schon nach wenigen Minuten los, als Maurice Urnau am Pfosten scheiterte. Urnau war für den verletzten Norbert Neumann (Patellasehnen-Anriss) in die Partie gekommen. Ansonsten vertraute Petry derselben Start­elf, die Völklingen geschlagen hat. Acht Minuten vor der Pause hatte Urnau dann mehr Glück: Nach einem Pass in die Tiefe vollstreckte der 25-Jährige zur 1:0-Pausenführung für die Gäste.

In der zweiten Hälfte hatte die Hertha etliche Möglichkeiten, um das vorentscheidende 2:0 nachzulegen. „Ab der 70. Minute hatten wir ungefähr im Drei-Minuten-Takt beste Gelegenheiten“, erklärte Petry. Die wurden allerdings zunächst alle nicht genutzt. Bis in der Nachspielzeit einer der Joker des 41-Jährigen stach: Der erst Sekunden zuvor für den an diesem Tage glücklosen Ruddy Mpassi eingewechselte Djibril Diallo erzielte nach einem Konter den zweiten Treffer für die Gäste. Für den 19-Jährigen, der vergangene Runde noch für den 1. FC Kaiserslautern II in der A-Junioren-Bundesliga spielte, war es eine Premiere: Es war das erste Tor des Offensiv-Akteurs im Herren-Bereich.