Der Markt „Herbst auf Finkenrech“ war am Wochenende wieder ein bunter

Finkenrech : Herbstliche Stimmung auf Finkenrech

Der Markt „Herbst auf Finkenrech“ war am Wochenende wieder ein bunter. Viele Menschen kamen, um sich nicht nur mit Bioprodukten zum Essen einzudecken. Auch viel Dekomaterial war im Angebot.

Wer sich am Samstag gegen 13 Uhr zum eigentlichen Start des Marktes „Herbst auf Finkenrech“ aufgemacht hatte, staunte nicht schlecht. Der Parkplatz – in diesem Jahr wirklich bestens organisiert – war schon gut gefüllt und auch entlang der Marktstände herrschte reges Treiben. „Schon als wir vor 11 Uhr aufgebaut haben, waren die ersten Besucher hier“, erzählte Dieter Weiland aus dem Hunsrück. Er war mit jeder Menge Dekoration aus Schiefer angereist. Im vergangenen Jahr feierte er seine Premiere, trotz Absage wegen Unwetters am Sonntag, erklärte er, ist er gerne erneut zum Finkenrech gekommen, hoffte auf zwei schöne Tage. Mitgebracht hatte er auch eine Menge unbearbeitete Schieferplatten. „Ich dachte mir, ich biete mal etwas für Kinder an“, sagte er. Bei Mia, neun Jahre, und ihrer jüngeren Schwester, der sechs Jahre alten Lina aus Illingen, kam das Angebot bestens an. Mit ein bisschen Hilfe fertigten die beiden Mädchen Schieferherzen an. „Die kommen in unsere Vitrinen“, erklärte Mia stolz. Sie waren zum ersten Mal mit Mama Kirstin Schröder-Bernarding auf dem Herbstmarkt. „Wir sind zwar erst eine halbe Stunde hier, doch der Besuch hat sich schon jetzt sehr gelohnt. Es ist eine sehr schöne Veranstaltung“, sagte sie. Aber nicht nur für Eltern, auch für den Nachwuchs gab es einiges zu erleben. „Wir haben schon Gewürze probiert und werden nachher noch zu den Tieren gehen. Außerdem wollen wir was essen“, fasste Mia das Nachmittagsprogramm der Familie zusammen.

Was essen, das war bei vielen Gästen angesagt. Und die Auswahl war wieder einmal riesig – Diätpläne wurden sicherlich auf Finkenrech erst einmal zur Seite gelegt. Passend zum Herbst hatte das Weingut Markushof von der Mosel den ersten Federweißer mitgebracht. In Verbindung mit den Flammkuchen, die in liebevoller Handarbeit von den Mitgliedern des Kulturverein Dirmingen seit vielen Jahren angeboten werden, ließ sich so der Herbst bestens schmecken. Aber auch die Speckwaffeln der Dirminger Landfrauen fanden reißenden Absatz. Ganz ähnlich verhielt es sich mit den unzähligen Kürbissen der Familie Baumbauer aus Enkenbach-Alsenborn. Hier wurde Petra Müller-Fecht aus Humes fündig. Die leuchtenden Herbstboten, verriet sie, werden einen Platz auf der Gartenbank finden. „Wir sind oft hier, natürlich auch zu den Märkten im Frühling und im Herbst“, sagte sie. Auf die Frage, welcher Markt ihr besser gefällt, kam die Antwort prompt: „Ich bin ein Herbstmensch, und mir gefällt das Angebot mit den vielen Farben einfach besser“, sagte sie.

Bei Dieter Weiland durfte die sechs Jahre alte Lina (links) ihr eigenes Schieferherz hämmern. Foto: Merkel Carolin/Carolin Merkel

Auffallend viel Handgemachtes gab es am Wochenende wieder auf Finkenrech. Angefangen von Marmeladen über Honig bis hin zu wärmenden Wollmützen und Kinderbekleidung, die Ware trug so gut wie immer eine eigene Handschrift. „Ich schätze den Markt sehr. Ich bin viel unterwegs, hier stimmt einfach alles. Das Ambiente auf Finkenrech ist einmalig und die Dinge, die angeboten werden, sind handwerklich großartig und heben sich ganz klar von der Massenware ab“, sagte Jessica Brill aus Sulzbach. Sie erfreute die Besucher mit handgemachten Keramiken. Am Sonntag standen bei ebenfalls tollem Herbstwetter der Gottesdienst und die offizielle Eröffnung zu Erntedank auf dem Programm.

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