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Fußball
M’Passi schießt Wiesbach zum Sieg

Wiesbach. Der FC Hertha Wiesbach hat sich mit einem Sieg in die Winterpause verabschiedet. Vor 200 Zuschauern besiegte die Hertha dank eines Doppelpacks von Ruddy M’Passi und eine Tores von Oliver Hinkelmann den TSV Emmelshausen mit 3:1. Von Philipp Semmler

Ruddy M’Passi stellte beim 3:1-Sieg des FC Hertha Wiesbach am Samstag zunächst mit dem Tor zum 1:0 die Weichen auf Sieg – dann machte der Franzose mit dem 3:1 den Sack zu. Exakt 30 Minuten nach seinem siebten Saisontreffer wurde der 28-Jährige in der 81. Minute ausgewechselt – und konnte sich über den verdienten Extra-Applaus der Wiesbacher Anhänger unter den 200 Zuschauern freuen.


Zuvor hatte sich M’Passi bei seinem Treffer zum 1:0 als richtiges „Schlitzohr“gezeigt. Eine lange Hereingabe von Fabio Pelagi von der rechten Seite drohte in der 15. Minute eigentlich wirkungsvoll zu verpuffen, weil diese genau bei Gäste-Kapitän Nils Bast landete. Der wollte das Leder unbedrängt zu Schlussmann Jonas Börsch zurückkopfen. M’Passi roch den Braten, lief im Vollsprint auf den Torhüter zu, kam vor diesem an den Ball und spitzelte das Leder an Börsch vorbei zur Führung für die Hausherren ins Netz.

Nach dem 1:0 ließ Wiesbach etwas nach. „Was ist los? Wir müssen wieder in die Zweikämpfe kommen“, rief Keeper Julian Wamsbach seinen Mitspielern nach etwas mehr als einer halben Stunde wütend zu. Doch seine Worte wurden zunächst nicht gehört. Emmelshausen konnte weiter schalten und walten. Allerdings blieb der Tabellendrittletzte in seinen Offensiv-Aktionen zumeist harmlos. Bis 60 Sekunden vor der Pause: Da drang Tobias Lenz von links in den Strafraum ein und wurde dort von Hertha-Kapitän Sebastian Lück gelegt. Den fälligen Elfer verwandelte Lenz wie einst Andreas Brehme im WM-Finale 1990 flach genau neben den Pfosten zum 1:0. Wamsbach hatte die Ecke geahnt, war gegen den platzierten Schuss aber machtlos.



Wiesbachs Trainer Michael Petry reagierte in der Pause: Für den bereits mit Gelb verwarnten defensiven Mittelfeldspieler Jan Umlauf brachte er Flügelflitzer Lukas Feka in die Partie. „Ich wollte damit für mehr Tempo in unserem Spiel sorgen“, berichtete der Übungsleiter. Dies sollte sich als gelungener Schachzug erweisen: Denn Feka war unmittelbar nach seiner Hereinnahme am 2:1 und am 3:1 der Hausherren direkt beteiligt.

In der 49. Minute spielte Giovanni Runco eine Ecke kurz zu Feka. Der ließ für Runco prallen, und dessen anschließende scharf zum Tor gedrehte Flanke köpfte Verteidiger Oliver Hinkelmann zum 2:1 für die Hausherren ins Netz.

Stadionsprecher Christoph Herrmann hatte den Führungstreffer gerade erst durchgesagt, als er schon wieder zum Mikrofon greifen musste. Denn die Hausherren legten postwendend das 3:1 nach. Runco spielte aus der Zentrale auf die rechte Außenbahn zu Feka. Dessen Hereingabe ballerte M’Passi unhaltbar unter die Latte. „Zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir katastrophal verteidigt“, ärgerte sich der erst 24-jährige Gäste-Trainer Julian Feit nach der Partie. Denn auch in den Minuten nach dem 3:1 hatte die Hertha noch mehrere Chancen, ein weiterer Treffer gelang Wiesbach aber nicht mehr. „Wir haben vor allem dank der starken Phase nach der Pause aber verdient gewonnen“, freute sich Petry.

Wiesbach überwintert damit dank 13 Punkten aus den letzten sechs Spielen auf dem neunten Tabellenplatz, mit sieben Punkten Vorsprung vor dem ersten möglichen Abstiegsplatz. Das erste Spiel nach der Winterpause bestreitet Wiesbach am 16. Februar beim 1. FC Kaiserslautern II.