Der FC Hertha Wiesbach empfängt den SC Idar-Oberstein

Fußball : Umlauf haut sich immer voll rein

Der FC Hertha Wiesbach empfängt an diesem Samstag zum Kellerduell den SC Idar-Oberstein. Der kampfstarke defensive Mittelfeldspieler Jan Umlauf, der zuletzt vier Jahre in Luxemburg spielte, kehrt nach abgesessener Sperre ins Team der Hertha zurück.

Kämpfen, rennen, kratzen, beißen – das sind Eigenschaften von Fußballern, die im Abstiegskampf gefordert werden. Jan Umlauf ist deshalb im Moment genau der richtige Mann für den Tabellen-14. FC Hertha Wiesbach. Denn der 24-Jährige ist ein Akteur, der von seinem Einsatzwillen und seiner körperlichen Präsenz lebt. „Manchmal bin ich auch ein kleiner Hitzkopf“, erklärt Umlauf lachend. „Aber ich versuche, einen guten Mix zu finden.“

Etwas „überhitzt“ ist Umlauf im letzten Heimspiel seiner Hertha gegen Eintracht Trier (0:1). Da sah der Neuzugang nämlich in der Nachspielzeit Gelb-Rot. Deshalb musste er vergangene Woche beim 0:0 bei der TuS Koblenz zuschauen. Nun kehrt Umlauf aber wieder aufs Feld zurück. „Nach so einer Zwangspause freut man sich natürlich, wieder mit dabei zu sein“, sagt der aus Neunkirchen stammende und in Saarbrücken lebende Defenivspieler. Umlauf kam vor der Saison vom luxemburgischen Erstliga-Aufsteiger FC Etzella Ettelbrück nach Wiesbach. „Ich hatte vier schöne Jahre in Luxemburg, aber ich wollte wieder in Deutschland spielen“, berichtet Umlauf.

Auch weil der Fußball hierzulande eher von den von ihm präferierten kämpferischen Eigenschaften lebt. „In Luxemburg gibt es tolle Techniker, aber Mentalität und Einstellung sind dort längst nicht so vorbildlich wie hier bei uns“, hat der 24-Jährige erkannt. Nach seiner ersten Oberliga-Saison bei der SV Elversberg II entschied sich Umlauf für einen Wechsel ins Großherzogtum. „Ich habe damals angefangen, in Trier zu studieren. Deshalb hat sich das angeboten.“ Umlauf schloss sich dem ambitionierten damaligen Zweitligisten RFC Hamm Benfica an. Sein Trainer dort: Dino Toppmöller, der sich vor wenigen Wochen mit F91 Dudelange sensationell für die Europa-League qualifizierte.

„Dino war ein sehr akribischer Trainer, bei dem wir immer top vorbereitet waren“, erinnert sich Umlauf. Mit dem RFC Hamm stieg er dann auch gleich in die Erste Liga auf. Nach einer weiteren Saison bei Benfica, in der er allerdings nur einmal zum Einsatz kam, ging es für Umlauf nach Ettelbrück. Auch mit dem FC Etzella gelang ihm der Aufstieg von der zweiten in die erste Liga.

Trotzdem entschloss sich Umlauf zu einem Wechsel nach Wiesbach. „Ich habe die Entwicklung der Hertha sehr genau verfolgt, auch weil ich mit Hendrik Schmidt zusammen in einer WG wohne“, berichtet der 24-Jährige. „In den Gesprächen hatte ich dann das Gefühl, dass der Verein mich unbedingt will. Deshalb habe ich zugesagt.“ Umlauf studiert auch mittlerweile nicht mehr in Trier Lehramt sondern in Kaiserslautern Sportwissenschaften. Dazu arbeitet er noch in einem Unternehmen, dass Athletik- und Personaltraining anbietet. „Mein Herz schlägt für Sport. Deshalb will ich in diesem Bereich später arbeiten“, sagt der Neu-Wiesbacher, der vor der Zangspause wegen seiner Sperre bislang in jedem Saisonspiel der Gelb-Schwarzen auf dem Feld stand.

Viel Arbeit wartet auf Umlauf und seine Teamkollegen auch an diesem Samstag um 15. 30 Uhr im Heimspiel gegen Idar-Oberstein. „Dass ist das erste von drei sogenannten Sechs-Punkte-Spielen für uns“, weiß Umlauf. Denn der SC hat als Tabellendrittletzter nur drei Zähler weniger als Wiesbach. Danach geht es für Umlauf und Wiesbach zum Tabellenvorletzten VfB Dillingen, ehe das letzte Vorrunden-Heimspiel gegen Aufsteiger Hassia Bingen (15.) ansteht.

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