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Lesung
„Deckelmacher“ wollten die Welt verbessern

Lothar Quinkenstein liest im Schloss Buseck.
Lothar Quinkenstein liest im Schloss Buseck. FOTO: ADAM CZERNENKO / Röhrig Universitätsverlag GmbH
Bubach-Calmesweiler. Lothar Quinkenstein widmet sein aktuelles Buch der Jugend in den 80er Jahren – ein „Bilderbogen“.

Lothar Quinkenstein stellt am Donnerstag, 19. April, 19.30 Uhr, im Kultursaal von Schloss Buseck in Bubach-Calmesweiler sein neues Buch „Die Deckelmacher. Ein Bilderbogen“ vor, dessen Handlung in den 1980er Jahren rund um Illingen spielt.


Ende der 1980er Jahre, Ende der Schulzeit … die Heranwachsenden ächzen unterm Joch des Alltags, und wäre nicht die Kneipe, in der die großen Fragen diskutiert werden, man wüsste nicht, wohin mit all den Utopien. Und weil die Suche nach sich selbst kein Kinderspiel ist, stehen am Ende eine Menge unbezahlter Deckel und eine Oper, die es in sich hat. Lothar Quinkenstein zeichnet mit seinem „Bilderbogen“ einen Mikrokosmos, in dem sich Rebellion und Beschaulichkeit auf kuriose Weise miteinander versöhnen, um das tiefere Anliegen zünden zu lassen. Dem aufmerksamen Leser ist schnell klar, dass die Geschichte im Saarland spielt und nicht nur, wer damals in Illingen zur Schule ging, wird erleben, wie Erinnerungen an wahre Ereignisse und die dichterische Freiheit eine neue Welt erschaffen, in der Ernstes und Heiteres sich versöhnen. Lothar Quinkenstein, geboren 1967 in Bayreuth, aufgewachsen unter anderem in Wustweiler. Studium der Germanistik und Ethnologie in Freiburg im Breisgau. Lebte 1994 bis 2011 in Polen, seit 2011 in Berlin. Literaturwissenschaftler, Schriftsteller, Übersetzer aus dem Polnischen. 2017 wurde er für seine Verdienste auf dem Gebiet des deutsch-polnischen Kulturaustauschs mit dem Jabonowski-Preis ausgezeichnet. Im Dezember 2017 erhält er den Lyrik-Preis der Zeitschrift Spiegelungen für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas.

Der Eintritt zur Lesung ist frei.