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Fußball
Das Warten auf den nächsten Sieg

Helmut Berg war auch mal Trainer des FC Hertha Wiesbach. Heute ist er Vorsitzender des Fußball-Oberligisten. Die Schwächephase der Mannschaft sieht er klar, macht aber nicht unnötig Druck.
Helmut Berg war auch mal Trainer des FC Hertha Wiesbach. Heute ist er Vorsitzender des Fußball-Oberligisten. Die Schwächephase der Mannschaft sieht er klar, macht aber nicht unnötig Druck. FOTO: Andreas Schlichter
Wiesbach. Hertha Wiesbach ist seit acht Spielen in der Fußball-Oberliga ohne Dreier. Der soll nun gegen Dudenhofen her. Von Mirko Reuther

Der FC Hertha Wiesbach wartet in der Fußball-Oberliga seit acht Partien auf einen Sieg. Vor dem Heimspiel am Samstag um 15.30 Uhr gegen den FV Dudenhofen fordert Präsident Helmut Berg vor allem Besonnenheit: „Wir bewahren die Ruhe. Ganz vorne in der Tabelle stehen die vier Absteiger aus der Regionalliga. Es war klar, dass die Liga in dieser Saison bedeutend stärker ist als in der letzten Spielzeit.“ Berg ergänzt: „Im Mittelfeld ist es ein enges Rennen. Wir sind Neunter. Ein einstelliger Tabellenplatz liegt im Rahmen dessen, was wir uns vorgenommen haben.“



Die vergangene Saison hatte Wiesbach als Dritter abgeschlossen. Dass dies in der laufenden Runde voraussichtlich nicht erneut gelingen wird, ist für Berg weder erstaunlich noch ein Beinbruch. „Man muss das Große und Ganze sehen. Wiesbach spielt jetzt im fünften Jahr in der Oberliga und hat sich etabliert. Der Verein entwickelt sich stetig weiter. In dieser Saison sind wir mit dem zweitjüngsten Kader der Liga an den Start gegangen. Wir hatten zwischendurch viele Verletzte. Aufgrund des kleinen Kaders spielen nun viele der Jungs am Limit, die eigentlich eine Pause bräuchten“, erklärt der 59-Jährige.

In den letzten beiden Spielen vor der Winterpause gegen den Tabellen-17. Dudenhofen und das Schlusslicht FSV Salmrohr hofft aber auch Berg, dass die Gelb-Schwarzen „die maximal möglichen sechs Punkte“ sammeln. Ein Sieg gegen Dudenhofen scheint mit Blick auf die Tabelle eine machbare Aufgabe. Unterschätzen sollte der FC Hertha die Rheinland-Pfälzer aber nicht. Der Aufsteiger zahlte in den ersten zehn Saisonspielen ordentlich Lehrgeld, verlor sieben Partien und spielte drei Mal Remis. Erst am elften Spieltag gelang der erste Saisonsieg gegen Salmrohr (1:0). Seitdem hat sich Dudenhofen stabilisiert. In den letzten sechs Partien hielten sich Erfolg und Misserfolg bei zwei Siegen, zwei Niederlagen und zwei Unentschieden die Waage.

Im Vorfeld der Partie hat der FC Hertha eine weitere Vertragsverlängerung bekanntgegeben. Nach Trainer Michael Petry, und den Spielern Hendrik Schmidt, Maurice Urnau, Nico Veeck und Lukas Paulus hat sich auch Talent Fabio Pelagi bis 2020 an den Verein gebunden. „Wir sind sehr zufrieden damit, wie die Personalplanungen voranschreiten. Vor allem dass die Trainerfrage für die nächsten zwei Jahre so früh geklärt werden konnte. In der Winterpause werden wir die Gespräche mit anderen Spielern intensivieren“, sagt Berg. Vor dem letzten Hertha-Heimspiel im Jahr 2017 fordert er: „Im Anschluss wollen wir den Jahresabschluss am Wallenborn mit unseren Anhängern noch ein wenig feiern. Da muss eigentlich ein Sieg her.“