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Das Projekt Bürgerbus in Eppelborn kann starten

Mobilität verbessern : Der Bürgerbus kann kommen

Eppelborn ist eine von sieben Pilotkommunen für das Modellprojekt. Die Fördersumme beläuft sich auf bis zu 35 000 Euro.

Noch ist unklar, wie das Projekt Bürgerbus in Eppelborn konkret aussehen wird. Das wird nämlich zunächst untersucht. Klar aber ist, dass der Bürgerbus die Mobiliät der Bürger deutlich verbessern soll. Einstimmig hat der Eppelborner Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung der Einrichtung und dem Betrieb eines Bürgerbusses zugestimmt. Im Dezember vergangenen Jahres erhielt Eppelborn vom saarländischen Verkehrsministerium als eine von sieben Pilotkommunen den Zuschlag für das Modellprojekt Bürgerbus. Verbunden mit der Teilnahme an diesem Projekt, das unter anderem im benachbarten Rheinland-Pfalz läuft, ist eine Fördersumme von bis zu 35 000 Euro. Mit dem Abschluss eines Beratungsvertrags mit der Agentur Landmobil, die bereits zahlreiche Erfahrungen mit dem Projekt gesammelt hat, kann das Projekt nun in die konkrete Planung gehen.

„Mit dem Beschluss des Gemeinderates kann der Startschuss zum Bürgerbus in Eppelborn gegeben werden“, erklärt dazu Bürgermeister Andreas Feld. Insbesondere die ältere Generation werde von dem Projekt, das individuell und passgenau auf die Bedürfnisse der jeweiligen Kommune zugeschnitten werde, profitieren. „Beim Bürgerbus gibt es nicht das eine Modell, sondern die passende und sich vor Ort entwickelnde Lösung“, sagt Feld. Die Gestaltungsmöglichkeiten seien vielfältig, ob der Bürgerbus einem Linienverkehr ähnlich verkehre oder nach vorheriger Anmeldung die Fahrgäste transportiere, das hänge ganz von den Bedürfnissen der zukünftigen Benutzer ab. Auch bestehe die Möglichkeit, den Bürgerbus nach dem Start in die Hände eines Bürgerbus-Vereins zu übertragen, die ehrenamtliche Mithilfe sei in dem Projekt verankert. Ziel des Bürgerbus-Projekts sei es, die lokale Mobilität zu fördern und den älteren Menschen so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Erste Erfahrungen im Saarland wurden nach Angaben der Gemeindeverwaltung mit dem Bürgerbus in Kirkel gesammelt, in Planung sei das Projekt inzwischen in Püttlingen. Nun wird Eppelborn folgen.

„In einem ersten Schritt wird die Gemeinde den Bürgerbus begleiten, die Agentur Landmobil wird an unserer Seite stehen und im Vorfeld die Aufgaben Information, Beratung, Schulung und Öffentlichkeitsarbeit übernehmen“, so Feld. Ganz wichtig, betont er, sei die Mitwirkung der Bevölkerung, um so die Akzeptanz von Anfang an zu fördern.

„Der Bürgerbus muss eine Ergänzung und keine Konkurrenz zu den bestehenden Angeboten des ÖPNV sein. Das heißt auch, dass er den Betrieb des Eppelbus nicht tangieren wird“, erklärt er abschließend.

Nach den Förderrichtlinien des Landes muss der Bürgerbus an mindestens zwei Tagen in der Woche im Einsatz sein, mindestens sechs Fahrerinnen und Fahrer müssen sich ehrenamtlich um den Transport der Fahrgäste kümmern. Um die Fördersumme zu erhalten, bedarf es zudem eines Betriebskonzepts. Auch muss eine Bestätigung vorliegen, dass das Projekt im Einklang mit dem vorhandenen Nahverkehrsplan steht.