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CDU-Kritik widersprochen
Gemeindewerke Eppelborn weisen CDU-Kritik zurück

Eppelborn. In einer Stellungnahme äußert sich das Unternehmen zu Vorwürfen im Zusammenhang mit einer Gewinnaktion und Online-Befragung.

Der CDU-Gemeindeverband Eppelborn hat die Gemeindewerke Eppelborn wegen einer angeblichen Werbeaktion für einen Online-Versandhändler scharf kritisiert (SZ vom 5. November, wir berichteten).


Auf diese Anschuldigung reagieren die Gemeindewerke folgendermaßen: „Der Pressebericht des CDU-Gemeindeverbandes Eppelborn enthält einige gravierende Falschdarstellungen zum Nachteil der Gemeindewerke Eppelborn, die richtig zu stellen sind. Es trifft nicht zu, dass die Gemeindewerke Eppelborn eine Werbeaktion durchgeführt haben. Vielmehr handelt es sich hier erstens um eine Umfrage, zweitens erfolgt diese Marktforschungsstudie durch die kommpower-Werke, einem Verbund von fünf Stadt- und Gemeindewerken, die saarlandweit Strom- und Gas zu bürgerfreundlichen Preisen anbieten. Zielsetzung dieser Online-Umfrage ist es, mehr über die Kundenwünsche und -bedürfnisse im Saarland zu erfahren. Die Gemeindewerke Eppelborn, die Strom an Haushalts- und Gewerbekunden in mehr als 15 saarländische Gemeinden liefern, gehören zum kommpower-Verbund.“

Weiterhin teilen die Gemeindewerke mit, dass die kommpower-Werke als Anreiz für die Teilnahme an der Umfrage mehrere Preise, unter anderem auch zehn Amazon-Gutscheine im Wert von jeweils 25 Euro angeboten. Dass bei der Durchführung einer Online-Kundenbefragung mit einer saarlandweiten Zielgruppe neutrale Gutscheine, die in allen saarländischen Kommunen eingelöst werden können, verlost werden, sei selbstverständlich. In diesem Zusammenhang von „Gedankenlosigkeit und mangelnder Sensibilität“ zu reden, sei völlig deplaziert und weltfremd.



In der Pressemitteilung werde zudem den Gemeindewerken vorgeworfen, dass sie den Wirtschaftsstandort Eppelborn nicht ausreichend unterstütze. Das Gegenteil sei der Fall. Wo immer es sinnvoll und möglich sei, vergeben die Gemeindewerke Aufträge an Unternehmen und das Handwerk vor Ort. Beispielsweise seien im vergangenen Jahr Dienstleistungen und Waren von über 15 000 Euro bei Eppelborner Unternehmen eingekauft worden.

Dass die Gemeindewerke Eppelborn mit ihren Gewinnen den defizitären Hallen- und Badbetrieb der Gemeinde unterstützen, 2018 mit  fast 200 000 Euro, sei ebenfalls von der CDU verschwiegen worden.

Die Gemeindewerke äußern sich auch zur Kritik an Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset (SPD). Diese sei persönlich für Tätigkeiten der Gemeindewerke in die Verantwortung zu nehmen. Die Geschäftsführung der Gemeindewerke erfolge ausschließlich durch die bestellten Geschäftsführer. Weder die Bürgermeisterin von Eppelborn noch die anderen Bürgermeister der kommpower-Werke seien in die Geschäftsführung ihrer Gemeindewerke eingebunden, heißt es abschließend.