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Beim Einsatz Verantwortung übernehmen

Eppelborn/Illingen. Jonas Egler, Michael Keller und Sebastian Delles (Ortsgruppe Eppelborn) sowie Oliver Andler (Ortsgruppe Illingen) sind nun DLRG-Truppführer. Zum Gruppenführer ausgebildet wurde Boris Rausch (Ortsgruppe Illingen). bea

Vier Mitglieder des DLRG-Bezirks Neunkirchen haben am Wochenende ihre Ausbildung zum "Truppführer Katastrophenschutz " absolviert, ein Helfer in Ausbildung den "Gruppenführer im Katastrophenschutz ". Dem voraus ging bereits im Januar ein Wochenende, an dem die Grundlagen für diese Ausbildung geschaffen wurden, wie es jetzt in einer Pressemitteilung heißt. Bei den Truppführern handelt es sich um Jonas Egler, Michael Keller und Sebastian Delles von der Ortsgruppe Eppelborn sowie Oliver Andler von der Ortsgruppe Illingen. Gruppenführer wurde Boris Rausch, Ortsgruppe Illingen.

Die Ausbildung umfasste mehrere Stunden theoretischer Ausbildung und schloss mit insgesamt sieben praktischen Einsatzszenarien ab. So wurden neben DLRG-typischen Einsätzen auf der Saar, etwa Evakuierung im Hochwasser, auch Einsätze nicht alltäglicher Art geübt. So galt es zum Beispiel bei dem Einsatz "Betrunkene Person", alle Bedrohungen zu erkennen wie beispielsweise auch eine Pistole und ein Messer. Insgesamt ist die Aufgabe eines Truppführers, einen Einsatz und seine Mannschaft vor Ort zu führen. Dabei tritt das eigentliche Behandeln und Retten von Personen in den Hintergrund. Neu im Vordergrund stehen vor allem das Erkennen von Gefahren und das Planen von Herangehensweisen. Im Katastrophenfall ist der Truppführer die unterste Führungsperson und hat in der Regel eine Mannschaft von drei bis fünf Helfern. Der Truppführer bekommt daher eine besondere Bedeutung, da er direkt mit seinen Helfern arbeitet und so Wünsche und Nöte der Mannschaft gut wahrnehmen kann.

Der Gruppenführer steht dabei im Einsatzfall über dem Truppführer und befehligt bis zu fünf Trupps.

Daneben schließt im Saarland die Ausbildung auch mit der Qualifikation des "Wachführers" ab. So steht ein Großteil der theoretischen Ausbildung im Zeichen der DLRG-Arbeit am Bostalsee oder Stausee Losheim. Für die Anerkennung der Ausbildung "Wachführer" müssen alle Beteiligten aber noch eine größere praktische Prüfung im Laufe des Jahres absolvieren. Dabei gilt es, an einem saarländischen See einen Tag als Einsatzleiter zu arbeiten. Dadurch wird dann geprüft, ob die Teilnehmer in der Lage sind, die gesamte Leitung eines solchen Einsatzes zu übernehmen, wie es abschließend heißt.