| 00:00 Uhr

Beide Teams gehen mit Rückenwind ins Derby

Wiesbach. Vor dem Lokalduell in Saarbrücken haben sowohl der FC Wiesbach als auch Gastgeber SV Saar 05 Erfolge gefeiert. Hertha-Trainer Heiko Wilhelm fordert von seiner Mannschaft, dort weiterzumachen, wo sie beim 1:0-Heimsieg gegen Wirges aufgehört hat. Mirko Reuther

Wenn Fußball-Oberligist FC Hertha Wiesbach an diesem Samstag um 15.30 Uhr im Stadion am Kieselhumes beim SV Saar 05 Saarbrücken gastiert, steht die Partie unter anderen Vorzeichen als beim Hinspiel (1:1) im vergangenen September. Damals lieferten sich beide Mannschaften am achten Spieltag in Wiesbach ein heißes Duell um die Tabellenspitze. Heute mischt aber nur noch der SV Saar 05 als Tabellenzweiter oben mit. Wiesbach hingegen ist auf Platz zwölf abgerutscht und ist noch nicht alle Abstiegssorgen los.

Zwar liegt der FC Hertha momentan sieben Punkte vor Rang 14, der - eventuell - den Abstieg bedeutet, doch Kapitän Carsten Ackermann warnt: "Die Situation ist gefährlich. Man schaut im Moment auf die Tabelle und sagt sich, dass ja noch nichts passiert ist. Aber wenn der Abstand nur noch vier Punkte beträgt, wird es auf einmal richtig eng."

Es war also wichtig, dass Wiesbach am vergangenen Spieltag beim 1:0 gegen die SpVgg Wirges nach zuvor drei sieglosen Spielen endlich wieder gewinnen und überzeugen konnte. "Einen ganz anderen Auftritt als in den letzten Wochen" bescheinigte Hertha-Trainer Heiko Wilhelm seiner Elf und lobte gegen Wirges vor allem "Aggressivität, Körpersprache und Engagement". Mit dem gleichen Einsatz könnte der FC Hertha durchaus auch bei Saar 05 punkten, zumal der Tabellenzweite in diesem Jahr noch kein Ligaspiel gewonnen hat.

Trotzdem werden auch die Saarbrücker mit einem Erfolgserlebnis in die Partie am Samstag gehen. Am Mittwoch zog der SV Saar 05 durch einen 1:0-Sieg gegen Borussia Neunkirchen ins Halbfinale des Saarlandpokals ein. Kapitän Ackermann hofft, dass der FC Hertha nach dem Sieg gegen Wirges mit "Rückenwind in das schwere Auswärtsspiel" geht, während Trainer Wilhelm fordert, "die gleiche Aggressivität und Leistungsbereitschaft auf den Platz zu bringen".