Herbst auf Finkenrech: Bauernmarkt als Besuchermagnet

Herbst auf Finkenrech : Bauernmarkt als Besuchermagnet

Zum Herbst auf Finkenrech strömten am Wochenende bei herrlichem Sonnenschein die Gäste aus nah und fern.

„Herbst auf Finkenrech“, das ließ sich der Hauptakteur nicht zwei Mal sagen und schaute mit aller Macht am Wochenende auf dem Freizeitgelände bei Dirmingen vorbei. Und zwar, das versteht sich für ein so tolles Fest von selbst, in seiner besten Form. Angenehme Temperaturen, Schönwetterwolken und die Aussicht auf trockenen Füße von früh bis spät, sie sorgten bereits am Samstagnachmittag eine Stunde nach der Eröffnung des bunten Markttreibens dafür, dass sich der Parkplatz gut gefüllt hatte.

Ein dickes Lob in diesem Jahr an die vielen Helfer, die das Parken rund um Finkenrech deutlich erleichtert hatten. Froh gelaunt starteten unzählige Familien den Rundgang über das weitläufige Gelände. Erste Station, wer konnte es dem Nachwuchs verdenken, war der Streichelzoo gleich am Eingang. Mit unglaublich vielen Streicheleinheiten wurden erst einmal Hasen und Ziegen bedacht. Dann ging es weiter entlang der vielen Marktstände, die sich tatsächlich mit dem Thema Herbst facettenreich beschäftigten. Leckeres Obst und Gemüse, dazu ein edles Tröpfchen, ein Glas heimischer Honig und nicht zuletzt auch die vielen scharfen Gewürze, sie fanden ihre Käufer. Uber mangelnde Nachfrage musste sich auch Pia Blügel aus dem Kreis Kusel nicht beklagen. Seit ein paar Jahren ist sie beim Herbst auf Finkenrech mit dabei, traf mit ihren zahlreichen Dekoartikeln aus Naturmaterialien den Geschmack der Kunden. Durch andere Markthändler, erzählt sie, sei sie auf die Veranstaltung aufmerksam geworden. „Mir würde eigentlich ein Tag reichen, aber dazu kann man sich leider nicht anmelden“, sagte sie. Doch bei den Wetteraussichten für den Wahlsonntag machte ihr die erneute Anreise nur wenig aus. Apropos Wahlsonntag – dieser, da war sich Petra Kilian aus Türkismühle sicher, würde, die Besucher nicht von einem Bummel über Finkenrech abhalten. „Ich habe selbst Briefwahl gemacht, dann kann ich ganz entspannt am Sonntag den ganzen Tag an meinem Stand sein“, erklärte sie. Sie bastelt Strohpuppen, die mit ihren fröhlichen Gesichtern gute Laune auf den schönen Herbst machen. „Willi oder Paula, sie haben die Qual der Wahl“, sprach sie die vielen Kunden an. Ein dickes Lob hatte sie übrigens für den Ausrichter, den Landkreis Neunkirchen. „Es gibt Märkte, da wird nicht geschaut, was die Händler anbieten. Da kann es sein, dass zehn praktisch gleiche Stände da sind. Das ist hier anders. So nimmt keiner dem anderen etwas weg.“

Seit vielen Jahren im bunten Markttrubel dabei sind Bernhard und Monika Daniel aus Bubach. „Es ist absolut der beste Markt“, verriet Monika Daniel, während ihr Mann einen Einblick in seine Arbeit als Drechsler gab. Denn, auch das ist Herbst auf Finkenrech – einfach mal stehenbleiben und zuschauen. So auch bei Jürgen Adam aus Wellesweiler, der mit seiner selbstfahrenden Bandsäge aus dem Jahr 1926 viele Blicke auf sich zog. Das Holz, das er zu Anschauungszwecken spaltete, fand schnell einen dankbaren Abnehmer. „Wir haben für unseren Holzofen gefragt und bekommen eine Wanne. Dafür erhält Jürgen Adam von uns einen leckeren Flammkuchen“, verriet Dirmingens Ortvorsteher Manfred Klein.

Das Kürbisteam aus Winterbach ist Stammgast auf Finkenrech und präsentiert eine Vielzahl von Kürbissen. Foto: Carolin Merkel

Mit dem Kulturverein Dirmingen sorgt er seit Jahren für einen kulinarischen Glanzpunkt auf Finkenrech. Auch die „Fressmeile“ war bereits am frühen Samstagnachmittag bestens besucht. Mit einem Platz an der Sonne, Live-Musik von Two Without und einem leckeren Federweißer ließ es sich bestens aushalten. Bastelaktionen für Kinder und ein riesiges zweitägiges Kuchenbüffet, das erstmal neben den Landfrauen auch von der Feuerwehr aus Dirmingen bestückt wurde, sorgten für Zufriedenheit der Besucher. Die informierten sich schließlich im Rahmen der 50. Obst- und Gemüseschau des Verbandes für Garten und Landschaftspflege. Hier gab es von Äpfeln bis Zucchini allerlei zu bestaunen.

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