| 20:05 Uhr

Comedy
Babylonisches Stimmengewirr im Big Eppel

Der Kabarettist Thomas Kuhn (knieend) sorgte beim Publikum im Big Eppel für ausgelassene Stimmung.
Der Kabarettist Thomas Kuhn (knieend) sorgte beim Publikum im Big Eppel für ausgelassene Stimmung. FOTO: Benno Weiskircher
Eppelborn. Der Kabarettist Thomas Kuhn hatte im Big Eppel Station gemacht. Im Gepäck hatte der Stimmenimitator auch einige prominente Gäste. Von Benno Weiskircher

Thomas Kuhn ist Garant für allerbeste Unterhaltung und proppenvolle Veranstaltungssäle. Bis auf den letzten Platz war das Eppelborner Kulturforum am Samstagabend besetzt, als der Kabarettist und Stimmenimitator sein zweites Soloprogramm vorstellte. Doch bevor er in sein Programm einstieg, gab es nicht ein Warm Up wie in der Formel 1 sondern ganz Kuhn typisch ein „Wurm ab“. Dabei mischte er sich unter seine Gäste, fragte einen jugendlichen Fan, „Wie alt bist du?“ „Elf“, worauf Thomas Kuhn feststellte: „so alt war ich auch in deinem Alter.“ So leitete er in einen lockeren und entspannten Abend ein und sorgte von der ersten Minute an für tolle Stimmung im Saal. Es wurde dunkel im Big Eppel, eine Geisterstimme (Erwin Stein) forderte das Publikum auf: „Er ist kein Star, holt ihn dennoch heraus.“ Unter lautstarkem Beifall erschien Thomas Kuhn auf den Brettern, die für den Kabarettisten eine besondere Welt bedeuten, um in ein mehr als zweistündiges Soloprogramm zu starten.


Seit 20 Jahren steht der gebürtige Humeser auf der Bühne und ist sowohl im Karneval als auch mit eigenem Soloprogramm zu Hause. Comedy vom Feinsten präsentierte Thomas Kuhn, wobei er die unterschiedlichsten Lebensbereiche beleuchtete und sein Publikum immer wieder in seine Vorträge mit einbinden konnte. Stand sein erster Auftritt vor zwei Jahren unter dem Motto „Das erste Mal im Leben“, so beschäftigte sich Thomas Kuhn in seinem zweiten Bühnenprogramm mit der Magie der Zahl „Zwei“, dem Weltgeschehen und seinen ganz privaten Highlights. Der Triumph von Donald Trump, England und die Sorgen der Queen wurden ebenso besprochen und besungen wie seine Bademantelsorgen in Saarlouis, seltsame Begegnungen mit einem Arzt und die ersten Jahre als Papa.

Dazu hatte er sich zahlreiche Prominenz eingeladen, die er als Stimmenimitator zu Wort kommen ließ. Peter Maffay, Marcel Reich Ranicki, Boris Becker, Gerhard Schröder, Stefan Waggershausen, Inge Meysel und Udo Lindenberg gestalteten das Bühnenprogramm mit. Aber auch Stimmen aus dem Publikum wurden laut. „Applaus für Thomas“ forderte Armin Zöhler und Nicole Lattwein bekannte „Thomas, ich will ein Rind von dir!“ Beide sorgten für zusätzlichen Szenenapplaus und kräftige Lacher.



„Ich bin zum ersten Mal hier, ein tolles Programm, bin über den großen Zuspruch angenehm überrascht,“ sagte Thomas Altmeyer aus Humes in der Pause. „Was er sich ausgedacht hat, ist phänomenal, es war ein Füllhorn von Ideen“, stellte Sebastian König begeistert fest. Mit „Gute Nacht Freunde, es wird Zeit für mich zu gehen“, verabschiedete sich Kuhn und bedankte sich mit einer Zugabe bei seinem begeisterten Publikum. Er sorgte nicht nur für allerbeste Unterhaltung, Thomas Kuhn sorgt sich auch um bedürftige Menschen. So unterstütze er die Aktion Palca und die Kinderhilfe Chillan mit den Erlösen der Garderobe, des Getränke- und Essensverkaufs und spendete einen Euro pro verkaufter Eintrittskarte für die karitativen Zwecke.