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Fußball
Auf zum nächsten Debakel?

Eppelborns Trainer Jan Berger hat wenig zu lachen. Seine Mannschaft trudelt dem Abstieg entgegen.
Eppelborns Trainer Jan Berger hat wenig zu lachen. Seine Mannschaft trudelt dem Abstieg entgegen. FOTO: Andreas Schlichter
Eppelborn. Fußball-Oberligist FV Eppelborn steckt im Tabellenkeller fest. Nun kommt mit dem FC Homburg der ungeschlagene Spitzenreiter ins Illtalstadion. Von Heinz Bier

Nach zwei Niederlagen innerhalb von fünf Tagen und 1:7 Toren wird die Situation für den FV Eppelborn in der Fußball-Oberliga immer prekärer. Bis zu einem sicheren Nichtabstiegsplatz sind es schon sechs Punkte, und nun kommt als nächstes am Sonntag um 15 Uhr der verlustpunktfreie Spitzenreiter FC Homburg ins Illtalstadion.


Nach der 1:5-Niederlage am Mittwochabend im Nachholspiel bei der TSG Pfeddersheim ging der Eppelborner Trainer mit seiner Mannschaft hart ins Gericht. „Das war ein völlig desolater Auftritt, der absolut nicht oberligatauglich war“, schimpfte Jan Berger und er setzte noch eins drauf: „Wir haben über weite Strecken alles vermissen lassen, was zum Fußball gehört.“ Aber Berger macht auch klar: „So darf und so wird sich Eppelborn nicht mehr präsentieren“, versichert der Trainer des Aufsteigers. „Wenn wir am Sonntag noch einmal eine derartige Leistung abliefern, erleben wir ein Debakel“, stellt er vor der Partie gegen den FC Homburg klar. Zuvor will der FVE-Trainer gemeinsam mit der Mannschaft die Gründe für den nach seinem Empfinden lustlosen Auftritt am Mittwoch erörtern. „Wir werden das gemeinsam analysieren, warum so wenig Laufleistung da war und warum wir so wenig Gegenwehr gezeigt haben“, kündigt Berger an. Es werde mit Sicherheit ein paar klare Worte geben, „denn wir müssen uns gegenseitig wachrütteln“, fordert der Eppelborner Übungsleiter. Dass die Mannschaft es besser kann, habe sie im Saisonverlauf schon mehrfach bewiesen, betont Jan Berger, „aber jeder muss sich auch selbst einmal hinterfragen.“

Sein Homburger Kollege hat für das Spiel im Illtalstadion klare Zielvorstellungen. „Natürlich wollen wir auch dort unsere weiße Weste behalten und die nächsten drei Punkte holen“, kündigt Jürgen Luginger vor dem Spiel beim Tabellen-16. an. Aber er weiß auch, dass seiner Mannschaft nichts geschenkt wird. „Wir müssen dort schon hoch konzentriert sein“, fordert der Trainer des souveränen Spitzenreiters und nennt Gründe. „Einerseits benötigt Eppelborn jeden Punkt“, erklärt Luginger, „und andererseits will jeder der erste sein, der gegen uns einen Punkt holt. Mit angezogener Handbremse geht da gar nichts“, warnt er eindringlich.



Der FCH-Trainer befürchtet bei seiner Mannschaft keine Nachwirkungen der Pokalniederlage am Mittwoch gegen den 1. FC Saarbrücken. „Im Moment ist da zwar noch etwas Frust“, meinte Jürgen Luginger am Morgen danach und er ergänzte: „Die Mannschaft hat trotz der Niederlage eine ganz starke Leistung gezeigt und deshalb hat sie allen Grund, das Spiel in Eppelborn mit gestärktem Selbstvertrauen anzugehen.“

Für den FV Eppelborn ist das Spiel am Sonntag Auftakt einer verdammt schwierigen englischen Woche. Schon am nächsten Mittwoch kommt der Tabellendritte Eintracht Trier zum Nachholspiel ins Illtalstadion und am nächsten Samstag muss der FVE zum Zweiten FK Pirmasens.