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Auf die Sensation vorbereitet

Die Ruhe vor dem Sturm. Heute wird Wiesbachs Stadion rappelvoll sein. Foto: Oliver Dietze
Die Ruhe vor dem Sturm. Heute wird Wiesbachs Stadion rappelvoll sein. Foto: Oliver Dietze FOTO: Oliver Dietze
Wiesbach. Der ganze Verein ist am Arbeiten. Die Fans und Mitglieder des FC Hertha Wiesbach sind seit Wochen dabei, das Pokalspiel gegen Saarbrücken vorzubereiten. Das geht heute Abend über die gerichtete Bühne. Mirko Reuther

Beim FC Hertha Wiesbach laufen die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren. Denn wenn heute Abend um 19 Uhr Fußball-Regionalligist 1. FC Saarbrücken zum Viertelfinale des Saarlandpokals seine Aufwartung im Prowin-Stadion macht, soll schließlich alles klappen. "Es ist schon eine Herausforderung, wenn der FCS vorbeischaut, aber wir sind gewappnet. Bei uns herrscht definitiv mehr Vorfreude als Anspannung", sagt Dirk Klein, der 2. Vorsitzende der Hertha.

Und das, obwohl der Verein aus dem 3800-Seelen-Dorf im Vergleich zu einem normalen Ligaspiel vor ungleich größeren organisatorischen Anforderungen steht. "Die Parkplatz-Situation in Wiesbach , das Catering, die Sicherheit und die Beleuchtung", zählt Klein die größten Problemfelder auf. Er ergänzt: "Auch bei den Ein- und Ausgängen muss einiges geregelt werden, damit das Ganze nicht im Chaos endet." Für jedes Problem hat Hertha aber auch eine Lösung parat. Drei verschiedene Ein- und Ausgänge sollen für einen reibungslosen Besucherstrom sorgen, das Technische Hilfswerk Illingen ist mit einem ganzen Zug vor Ort, um für eine angemessene Beleuchtung zu sorgen, und 50 Ordner sind für die Sicherheit zuständig. Auch für das leibliche Wohl der Besucher ist mit zusätzlichen Verkaufsständen gesorgt.

Als kniffligstes Problem erweist sich die Parkplatz-Situation in Wiesbach . Denn die wenigen verfügbaren Plätze am Sportgelände sind für Polizei , Sicherheitskräfte, THW und das Rote Kreuz reserviert. Die Zuschauer werden deshalb gebeten, die Parkplätze rund um die Wiesbachhalle, am Raiffeisenmarkt, am Edeka-Markt und im Industriegebiet an der Landstraße Richtung Uchtelfangen in Anspruch zu nehmen. Klein gibt sich trotz der organisatorischen Herausforderungen ganz entspannt: "In der Vergangenheit haben wir Derbys gegen den FV Eppelborn vor 1200 Zuschauern reibungslos über die Bühne gebracht. Die 1500 Zuschauer, die wir gegen den FCS erwarten, machen da keinen großen Unterschied."

Der Optimismus des 2. Vorsitzenden kommt nicht von ungefähr. Denn die rund 400 Mitglieder des Vereins packen bei der Organisation alle kräftig mit an. "Ganz klar, wenn der FCS kommt, ist der ganze Verein im Einsatz. Da hat jeder eine Aufgabe. Ob er jetzt Würstchen brät, Frikadellen brutzelt, oder Getränke verkauft", sagt Klein lachend. Die große Mithilfe der Mitglieder ist auch nötig. Denn der Vorverkauf für das Pokalspiel brummt. Die 200 Sitzplatzkarten für die Tribüne sind bereits alle vergriffen. Darüber hinaus sind rund 400 Stehplatzkarten über den Ladentisch gewandert.

Die Fans im Prowin-Stadion werden heute aber nicht nur dem Pokalfight zwischen dem FC Hertha und dem FCS beiwohnen, sie können auch die brandneue Videoleinwand des Vereins in Augenschein nehmen. 38 000 Euro kostete die hochmoderne Anlage, die sich über Sponsoren finanziert. Klein hofft, dass "unser Baby" fehlerlos funktioniert. Bei der Generalprobe im Ligaspiel gegen Gonsenheim (0:3) am Freitag hatte die Leinwand noch mit technischen Kinderkrankheiten zu kämpfen.

Dass der Ärger, der zuletzt beim 1. FC Saarbrücken rund um die Manipulations-Vorwürfe gegen Vizepräsident Sebastian Pini aufkam, bei einigen FCS-Anhängern in Wut umschlagen könnte, sollte Wiesbach die Pokalsensation gelingen, glaubt Klein nicht: "Ich wüsste nicht, warum sich der Ärger dann gegen unseren Verein richten sollte. Es ist herrliches Wetter und wir erwarten einen tollen Pokalfight. Wir wollen zusammen mit den FCS-Fans einfach nur eine schöne Party feiern und hoffen, dass am Ende jeder zufrieden ist."



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Hintergrund Sportlich sind die Rollen beim Saarlandpokal-Viertelfinale zwischen Oberligist FC Hertha Wiesbach und Regionalligist 1. FC Saarbrücken heute um 19 Uhr im Prowin-Stadion klar verteilt. Der FC Hertha ist der klare Außenseiter. "Wenn wir zehn Mal gegen den FCS antreten, gewinnen wir höchstens ein Mal, aber vielleicht ist dieses eine Mal ja am Dienstag", gibt sich Wiesbachs Trainer Heiko Wilhelm dennoch hoffnungsvoll. Verzichten muss er heute auf Flügelspieler Engin Yalcin und Außenverteidiger Sören Recktenwald. mire