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Andreas Feld (CDU) will Bürgermeister in Eppelborn werden

Bürgermeisterwahl Eppelborn : Druck machen im Interesse der Gemeinde

Andreas Feld (45) kandidiert für die CDU bei der Bürgermeisterwahl in Eppelborn.

Referatsleiter in der saarländischen Staatskanzlei – das ist kein Allerweltsjob und sicher nicht uninteressant. Aber Bürgermeister der Heimatgemeinde zu werden, das hat für Andreas Feld einen ganz besonderen Reiz. „Das Schöne am Bürgermeisteramt ist, dass man die Richtung vorgeben und Impulse setzen kann.“ Welche Impulse er sich vorstellt, erzählt der promovierte Jurist beim lockeren Gespräch im Eiscafé.

Es ist Dienstag, Markttag in Eppelborn. Dann ist ordentlich was los in der Ortsmitte. Viele Menschen grüßen, kennen Andreas Feld als Frak

tionsvorsitzenden der CDU im Gemeinderat oder als Privatperson im Verein. Bis zum großen Wahltag am 26. Mai hat sich Feld Urlaub genommen, macht Straßenwahlkampf und klingelt an den Haustüren. Da erklärt er, wie er die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort verbessern will. Stichwort Einkaufen: „Unsere Einwohner müssen in unserer Gemeinde alle Dinge des täglichen Bedarfs wohnortnah einkaufen können.“ Deshalb sei es wichtig, einen Drogeriemarkt als „Frequenzbringer“ anzusiedeln. Damit die Menschen in den Ortsteilen nicht abgehängt werden, würde er sich für einen kleinen, flexiblen Bürgerbus einsetzen.

Stichwort Ortszentrum: Die leidigen Grundstücksfragen zu klären, sieht Andreas Feld als dringliche Aufgabe an. Hier müsste der Weg buchstäblich frei gemacht werden für ein „lebendiges Zentrum mit

Fachärzten, betreutem Wohnen, barrierefreien Eigentumswohnungen und vor allem einer Sichtachse zum Big Eppel“. Für die Wirtschaft sei die Erschließung eines neuen Gewerbegebietes „enorm wichtig“, hier sei seit Jahren nichts mehr passiert. Überhaupt sieht der CDU-Politiker die Gemeinde im Vergleich zu benachbarten Kommunen wie Lebach, Tholey oder Illingen ins Hintertreffen geraten. „Wenn man mit offenen Augen durchs Land fährt, sieht man, dass wir weit zurückhängen“, findet Feld. Investieren müsse die Gemeinde: In Kindertageseinrichtungen, in sanierungsbedürftige Hallen und Straßen, in die Stärkung der Feuerwehr.

Wo man stattdessen sparen könnte, weiß der CDU-Politiker auch: Er würde am liebsten das neu eingeführte Zentrumsmanagement wieder streichen und auf das ein oder andere Gutachten verzichten. „Ohne Zuschüsse werden wir die notwendigen Investitionen aber nicht hinbekommen.“ Um an saarländische Fördergelder zu kommen, müsse man in Saarbrücken Druck machen. „Da bin ich nah dran, das will ich im Interesse der Gemeinde nutzen“, spielt der Referatsleiter Staatskanzlei auf seine Nähe zur Regierung an. Für ihn wäre es „Chefsache“, in Saarbrücken und Berlin Druck zu machen, betont der 45-jährige Familienvater. „Wir als Kommunalpolitiker müssen Ergebnisse liefern“, sieht er sich selbst in der Pflicht. Anders als vor acht Jahren bei der Kandidatur von Gaby Schafer stehe die Partei geschlossen hinter ihm, sagt Andreas Feld. Grund genug für den Christdemokraten, mit einer gehörigen Portion Optimismus in die Bürgermeisterwahl am 26. Mai zu gehen.