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Alter Engel weicht neuem Ehrenmal

Alter Engel weicht neuem Ehrenmal

Auf dem Friedhof von Bubach-Calmesweiler wird es bald ein neues Ehrenmal geben. So hat es der Ortsrat jüngst beschlossen.

Zum Glück, erklärte Ortsvorsteher Werner Michel, CDU, hatte der Ortsrat am Mittwochabend bei den tropischen Temperaturen, die im Ortsvorsteherbüro herrschten, nur eine kurze Tagesordnung abzuhandeln. Notwendig geworden, erläuterte er, war die Sitzung aufgrund einer anstehenden Beschlussfassung zum Neubaugebiet „Auf Wacken“, das kommenden Woche vom Gemeinderat auf den Weg gebracht werden soll. Bisher, erläuterte Michel, sei das Bauvorhaben im Ortsrat immer einstimmig so beschlossen worden.

In einer letzten Änderung fielen nun vier Bauplätze am Kopfende des Gebiets weg, insgesamt werden 34 mögliche Baugrundstücke erschlossen. Nicht mehr realisiert wird, betonte der Ortsvorsteher, der dritte Bauabschnitt. „Wenn der Gemeinderat seine Zustimmung gibt, kann der Aufstellungsbeschluss im Nachrichtenblatt veröffentlicht werden. Nach einer Einspruchsfrist können anschließend erste Gespräche mit den Interessenten geführt werden erläuterte Michel die Vorgehensweise.

Sehr zurückhaltend standen die Ortsratsmitglieder einem Antrag einer Bürgerin gegenüber. Sie regte an, einen Bücherbaum in Bubach-Calmesweiler aufzustellen. Bisher, sagte Michel, gebe es in der Gemeinde zwei ähnliche Angebote im Hellbergbad und auf Finkenrech. Bei der angespannten Haushaltslage müsse sowohl die Kosten für die Anschaffung als auch für die Pflege genauestens betrachtet werden.

Mit einem Testlauf will der Ortsrat dagegen die Mitfahrerbank in Bubach-Calmesweiler anbieten. „Wir haben uns mit den Ortsvorstehern und Fraktionsvorsitzenden der Gemeindebezirke noch einmal eingehend unterhalten, an vielen Stellen gibt es noch Klärungsbedarf“, sagte Michel. Er will nun aus Mitteln des Ortsrates eine Bank aufstellen, allerdings fordert er, dass der Bauhof die Befestigung der Bank übernimmt und auch die entsprechenden Schilder anbringt.

Einstimmig für die Neubeschaffung eines Ehrenmals auf dem Friedhof sprachen sich die Ratsmitglieder aus. Der alte Engel, erklärt Michel, sei ein „wirtschaftlicher Totalschaden“, eine neue Skulptur wesentlich günstiger. Die ist bei der Firma Pink in Eppelborn angefragt, soll voraussichtlich zum Volkstrauertag offiziell eingeweiht werden. Schließlich hatte Franz-Josef Tanzhaus, CDU, eine Nachfrage zum Parken in der Paul-Marien-Straße. Hier hagele es nämlich derzeit Protokolle. „Die Menschen sind verunsichert. Es gibt keine markierten Parkplätze. Keiner weiß, ob und wo er als Anwohner oder Besucher parken darf oder soll.“