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ADAC Classic Cup
Alte Karossen ließen Herzen höher schlagen

Ein wahrer Augenschmaus für Oldtimerfans war dieser Oldie mit Baujahr 1928 – einer von insgesamt 47 Teilnehmer am ADAC Classic Cup am Sonntag in Eppelborn.
Ein wahrer Augenschmaus für Oldtimerfans war dieser Oldie mit Baujahr 1928 – einer von insgesamt 47 Teilnehmer am ADAC Classic Cup am Sonntag in Eppelborn. FOTO: Merkel Carolin / Carolin Merkel
Eppelborn. Insgesamt 47 Old- und Youngtimer waren beim ADAC Classic Cup in Eppelborn am Start und sorgten bei vielen Oldtimer-Fans für wahre Stürme der Begeisterung. Von Carolin Merkel

Wer kennt sie nicht, das Erdbeerkörbchen oder den Frosch? Doch, wer hierbei an Obst und Tiere denkt, der irrt gewaltig. Die beiden Bezeichnungen sind die liebevollen Spitznamen für zwei Fahrzeuge, die schon viele Jahre auf dem Buckel haben, aber die Herzen der Fans auch aktuell gewaltig höher schlagen lassen. So wie am vergangenen Sonntagmittag, als das weiße VW Golf Cabriolet und der grüne Austin Healey Sport am Marktplatz Eppelborn auf die Startfreigabe warteten. Gemeinsam mit 45 weiteren Oldtimern bildeten die beiden Liebhaberstücke das Starterfeld der zwölften internationalen Oldtimerfahrt um den LevoBank-Pokal, zugleich war die Veranstaltung die vierte Station des ADAC Saar Classic Cup.


Schon ab dem frühen Vormittag hatten die Besucher die Gelegenheit, die zahlreichen „Schätzchen“ poliert in der Sonne glänzend auf dem Parkplatz am Güterbahnhof zu bestaunen. Bei strahlendem Sonnenschein wurden die Fahrer dann gegen Mittag mit ihren Beifahrern stilecht von Eppelborns Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset mit der Deutschlandfahne begrüßt. Sie betonte, dass sie sich in jedem Jahr auf Neue auf diese Veranstaltung freut. Zum einen können in Eppelborn die historischen Fahrzeuge bewundert werden, zum anderen lernen die Teilnehmer die Landschaft rund um die Gemeinde kennen.

In diesem Jahr ging es auf der knapp 120 Kilometer langen Strecke erstmals nach Macherbach. Aber auch Wiesbach, das in diesem Jahr den 800. Geburtsag feiert, stand auf dem Streckenplan der Ausfahrt. Überaus interessante Informationen für die Zuschauer, die sich zumeist ein Schattenplätzchen ergattert hatten, gab es in diesem Jahr von Michael Maisch vom ADAC. Er versorgte die Schaulustigen mit Zahlen und Fakten rund um die Fahrzeuge.



Die Bandbreite der Fahrzeuge war riesig, vom 5er BMW über den VW Bus bis hin zum schnittigen Porsche sorgten die Teilnehmer bei den Zuschauern für Kindheitserinnerungen. Gleich zu Beginn der langen Starterreihe sorgte ein Ford aus dem Jahr 1928 für große Augen beim Publikum. Auffallend viele Cabriolets hatten sich zur Wertungsfahrt angemeldet, der Buggy mit Perllackierung schließlich legte in Sachen Freiheitsgefühl noch einen drauf und hatte nicht nur das Dach, sondern auch die Türen gleich zuhause gelassen. Wohl dem, der in diesen Fahrzeugen bei strahlend blauen Himmel mit Sonnengarantie an eine Kopfbedeckung gedacht hatte.

Die brauchten Ralph und Carina Steimer aus Saarlouis in ihrem Ford Granada 2600 GX, Baujahr 1972 nicht. Während Fahrer Ralph das Steuer in den Händen hielt, war seine Frau für die Strecke und insbesondere für die Stoppuhr im Fahrzeuginneren verantwortlich. Nach drei Läufen, berichtete er, ist das Team in Führung, sie wollten am Sonntag testen, was geht. „Warum man das hier macht? Weil man verrückt ist, aber auch, weil es unglaublich viel Spaß macht. Und, weil man die Landschaft bewundern kann“, war Jochen Kowalinski aus Gerolstein nicht um eine Antwort verlegen. Zusammen mit Marc Kowalinski war er mit dem Austin angetreten, bisher konnte sich das Team auf Platz drei fahren. „Wir fahren regelmäßig zusammen und auch nach dem Rennen wieder gemeinsam nach Hause“, verriet der Fahrer, ehe es auch für die Beiden an die Startlinie ging.

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