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| 20:39 Uhr

Unsere Woche
Alles Bombe und Rakete oder was?

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Das Wort „Bombe“ wurde wohl während des Dreißigjährigen Krieges aus dem Französischen  entlehnt Wir haben in dieser Woche  auch unsere Bomben-Erfahrungen gemacht. Von Solveig Lenz-Engel

Das Wort Bombe ist, weil kriegerisch-zerstörerisch, üblicherweise negativ belegt. So freute sich niemand am Dienstag über die Nachricht,  dass auf der Neunkircher Bliesterrassen-Baustelle eine Fliegerbombe gefunden wurde, die am Sonntag, 18. Februar, entschärft werden soll. Wohl  soll aber auf etlichen der Kappensitzungen in der Region „Bomben-Stimmung“ geherrscht haben. Sehr zur Freude der engagierten Leute, die ihre Freizeit opfern, um dem närrischen Publikum einen netten Abend zu bereiten. Lohn dafür sind dann wiederum so genannte Raketen, mit denen die Närrinnen und Narren johlend, klatschend und mit den Füßen trommelnd ihre Begeisterung für die Darbietungen zeigen.   Eine Rakete (italienisch rocchetta‚ Spindel)  ist  aber eigentlich ein Flugkörper mit Rückstoßantrieb (Raketenantrieb). Raketen werden insbesondere als militärische Waffe, in der Raumfahrt, als Signal und als Feuerwerkskörper eingesetzt. Und eben als Ausdrucksmittel für karnevalistischen  Frohsinn. Das verstehe, wer will. Ebenso bemerkenswert  sind weitere Wortschöpfungen der explosiven Art: So ist der Bomben-A..... zwar schon ziemlich angejahrt, hat aber durch diverse  Medien-Mädels, die mit aufgeblusterten Hinterteilen um Aufmerksamkeit buhlen, wieder an Aktualität gewonnen. Etliche Zeitgenossen, die sich   etwas detailreichere Schilderungen von Sachverhalten oder Lebewesen  sparen wollen, titulieren selbige einfach als „bombe“. Das fast schon niedliche „bombig“ datiert aus einer Zeit als auch noch Begriffe wie großartig, toll, prima, stark, pfundig, dufte, klasse, irre,  oder (total) super benutzt wurden, die längst alternativ auch ganz schlicht unter „geil“ subsumiert werden.  Wenn die Leute, die dieses Wort so exzessiv benutzen,  wüssten, dass es noch so viele schöne Alternativen gibt, wie wollüstig, sinnlich, sinnenfreudig, begehrlich, leidenschaftlich, lüstern, triebhaft. atemberaubend,  ausgezeichnet, beispiellos oder brillant,  würden sie vielleicht dann und wann die Lust an der Variation entdecken.

Doch zurück zum  kriegerischen Vokabular, dessen sich unsere Zeitung in dieser Woche bediente, als es um die Schilderung der Löscharbeiten an einem Getränkemarkt in der Neunkircher Herderstraße ging. Ein „Löschangriff“ brachte  den Sieg über die Flammen. Das ist auch gut so. Der Feuerwehr war es auch zu verdanken, dass an einem Lastwagen nur  ein Reifen verbrannte, und nicht das ganze Fahrzeug abfackelte.

Weniger gut gelang der Autorin dieser Zeilen der Wochenabschluss. Eine kleine Kante sorgte für einen umknickenden Fuß und die unsanfte Landung dort, womit man üblicherweise auf dem Schreibtischstuhl sitzt. Auch ein Fall von Bombe.