| 21:29 Uhr

Fußball
Ackermann hört auf

Er wird fehlen: Wiesbachs Patrick Ackermann (rechts) hat angekündigt, kommende Saison kürzer treten zu wollen. Aus der Oberliga-Mannschaft will er sich zurückziehen. 1988 lief er das erste Mal für die Hertha auf.
Er wird fehlen: Wiesbachs Patrick Ackermann (rechts) hat angekündigt, kommende Saison kürzer treten zu wollen. Aus der Oberliga-Mannschaft will er sich zurückziehen. 1988 lief er das erste Mal für die Hertha auf. FOTO: Achim Thiel / Kerosino
Wiesbach. Fußball-Oberligist FC Hertha Wiesbach empfängt heute Abend um 19 Uhr Eintracht Trier zum Spitzenspiel. Vor der Partie gab der Club bekannt, dass Torjäger und Urgestein Patrick Ackermann kommende Runde nicht mehr zum Oberliga-Kader des FC gehören wird. Von Philipp Semmler

Das ist bitter für Fußball-Oberligist FC Hertha Wiesbach. Nachdem bereits seit einigen Wochen feststeht, dass Torjäger Björn Recktenwald den Club im Sommer in Richtung SG Marpingen-Urexweiler verlässt, gab jetzt auch der zweite Top-Stürmer seinen Abschied zum Rundenende bekannt.


Patrick Ackermann will künftig fußballerisch kürzer treten. Das teilte der Club vor dem Heimspiel gegen den Tabellen-Vierten Eintracht Trier heute Abend um 19 Uhr mit. Ackermann sagt dazu: „Ich werde den Verein zwar nicht verlassen, aber ich will nächste Saison nicht mehr in der Oberliga spielen.“ Der 33-Jährige ergänzt: „Vielleicht mache ich eine Pause, vielleicht helfe ich aber auch in der zweiten Mannschaft ein wenig aus.“ Die Reserve spielt in der Landesliga.

Mit Ackermann verliert das Oberliga-Team der Hertha nicht nur einen Leistungsträger, sondern auch eine Identifikations-Figur. Denn von Kindesbeinen an trug der Offensivakteur nur das Trikot seines Heimatclubs. Bereits 1988 lief er das erste Mal für die Hertha auf. Ein Vereinswechsel kam für ihn fast 30 Jahren nie in Frage. Doch jetzt will Ackermann nicht mehr – zumindest nicht in der Oberliga.

„Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen. Aber ich will meinem Körper etwas Ruhe geben, weil ich das Gefühl habe, dass er die braucht.“ In der Hinrunde der aktuellen Spielzeit stand Ackermann wegen permanenter Kreislaufprobleme seinem Team kaum zur Verfügung. „Das ist jetzt besser, aber ich bin immer noch nicht bei hundert Prozent“, sagt der Offensiv-Akteur. In 15 Einsätzen traf der 33-Jährige in dieser Saison sieben Mal ins Schwarze. In der vergangenen Spielzeit war Ackermann mit 24 Treffern der erfolgreichste Schütze seines Clubs.

Wiesbach will auf die Abgänge von Ackermann und Recktenwald nun schnellstmöglich reagieren. „Wir werden demnächst einen neuen Stürmer präsentieren“, kündigt Hertha-Präsident Helmut Berg an. Zumal auch noch ein weiterer Offensivspieler gehen wird: Samed Karatas wird der Hertha ebenfalls im Sommer den Rücken kehren. „Samed arbeitet seit Kurzem im Schichtbetrieb. Deshalb kann er nicht mehr in der Oberliga spielen“, erklärt Berg.



Da er Mittagsschicht hat, wird Karatas auch für die Partie heute Abend gegen Trier nicht zur Verfügung stehen. Auch Marcel Noll, der sich beim 0:0 in Pfeddersheim am Samstag vor einer Woche eine Augenverletzung zuzog, kann nicht spielen. Dafür kehren Björn Recktenwald, Giovanni Runco und Marco Sieger in den Kader des Tabellen-Sechsten aus Wiesbach zurück.