Zur 800-Jahr-Feier: 800 Jahre Wiesbach in einem opulenten Buch

Zur 800-Jahr-Feier : 800 Jahre Wiesbach in einem opulenten Buch

(red) In diesem Jahr feiert Wiesbach  (rund 400 Einwohner) 800 Jahre seit der urkundlichen Ersterwähnung.

Im Rahmen des Jubiläumsjahres gibt die Gemeinde Eppelborn das Buch „Wiesbach. Geschichte eines saarländischen Dorfes“ durch Bärbel Kuhn, Hans-Günter Maas und Andreas Schorr heraus, das am Samstag, 26. Mai, um 19.30 Uhr in der Wiesbachhalle vorgestellt wird. Die Besucher erwartet ein unterhaltsames Rahmenprogramm. Der Eintritt ist frei. 

Wiesbach, ein Dorf im mittleren Saarland, gedenkt 2018 seiner urkundlichen Ersterwähnung im Jahr 1218. Zahlreiche römische Funde belegen, dass das Areal des späteren Ortes bereits in der Antike besiedelt war. Im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit war Wiesbach ein Bauerndorf im Oberamt Schaumburg des Herzogtums Lothringen, mit kurzer Unterbrechung durch die Reunionen Ludwigs XIV. Im Jahr 1766 kam es im Tausch von Lothringens Rechtsnachfolger Frankreich an Nassau-Saarbrücken. Ab 1793 zunächst erobertes Gebiet der französischen Republik, wurde es 1804 Teil von Napoleons Kaiserreich. 1816 fiel es an Preußen. Erst Königreich Preußen dann Deutsches Reich, Völkerbundmandat Saargebiet, NS-Regime, Saarstaat und Bundesland Saarland. Die Industrialisierung, insbesondere der Steinkohlenbergbau, bescherte dem Ort seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein rasches Wachstum.

Zahlreiche Autorinnen und Autoren zeichnen die Linien der Entwicklung nach und geben in vielen Beiträgen über Wiesbach hinausreichende Einblicke in  ländliche, industrielle und auch schon nachindustrielle Lebenswelten.

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