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51. Umzug in Bubach mit 54 Gruppen

Kostenpflichtiger Inhalt: Umzug Bubach-Calmesweiler : Wie’s Wetter auch wird: Der Zug geht

In der 51. Auflage nahmen 54 Gruppen am Bubacher Umzug teil. Der ist in der gesamten Zeit erst einmal abgesagt worden.

. Am Ende waren sie dann alle froh: Die Akteure des 51. Umzugs in Bubach-Calmesweiler, aber auch die Zuschauer, die in diesem Jahr von stolzen 54 Gruppen bestens unterhalten wurden. Zwar wehte der Wind recht kräftig durch die Straßen, die Perücken und Hüte mussten mit ein paar extra Klammern befestigt werden, doch der ursprünglich vorhergesagte Regen blieb zum Glück so gut wie aus. Statt Regentropfen gab es jede Menge Bonbons, Schokolade und Popcorn.

Für die „Großen“ Narren hielten die Akteure massenhaft Bier, Crémant und auch Hochprozentiges in ihren Taschen parat. Mitten unter den Zugbeobachtern war wie in jedem Jahr Ortsvorsteher Werner Michel. „Vorangemeldet haben sich rund 40 Gruppen, heute sind noch etliche dazugekommen“, freute er sich.

Er zeichnet seit dem ersten Umzug mit seinem Team verantwortlich, hat im Jahr 1963 den Vereinsring, damals noch als Kulturring, mit aus der Taufe gehoben. Neben dem Gaumen- und Gurgelfest hat es sich der Vereinsring, dem aktuell noch vier Vereine angehören, auf die Fahne geschrieben, den alten Brauch, an Fastnacht einen Umzug durch den Ort zu schicken, aufrecht zu erhalten. Nur einmal, erklärte Michel am Sonntagnachmittag, sei ein Umzug abgesagt worden, „damals wegen des Golfkriegs“.

Das Wetter konnte den Bubacher Narren bisher noch keinen Strich durch die Rechnung machen – und auch am Sonntag standen die Umzugsgäste in mehreren Reihen entlang der Zugstrecke und feierten ausgelassen ihren Straßenkarneval. Nach einer musikalischen Begrüßung durch die Dorfdudler ging es Schlag auf Schlag. Hübsch anzusehende Fußgruppen und Fasebooze hoch auf dem Wagen wechselten sich ab. Mit dabei hatten sie außer reichlich Wurfmaterial meist auch die passende Musik. So waren dann auch Cordula Grün und Jonny Depp gern gesehene Gäste in Bubach.

Der größte Wagen kam wohl aus Bubach vom Martini Club, der mit der Illtal Queen angetreten war, die Zugbesucher zu erfreuen. Eine echte Augenweise war auch die Zeitmaschine der Blunas aus Macherbach. Stilecht Look der 1920er Jahre gekleidet, waren die Akteure damit beschäftigt, sich in die Goldenen Zeiten zu tanzen.

Back to the 80s, das wollten gleich mehrere Gruppen, die Trainingsanzüge aus Ballonseide weckten bei den über 50-Jährigen viele Erinnerungen. Unterwegs, das hat schon eine lange Tradition, waren auch die Gardemädchen in ihren Uniformen. Begleitet wurden sie von den Elferräten mit viel „Alleh Hopp“, aus dem Dirminger Dörfchen gab es ein „Hoppla Hopp“.

Royal wurde es mit dem Eppelborner und dem Schmelzer Prinzenpaar, und sogar die Queen ließ es sich nicht nehmen, dem Bubacher Narrenvolk einen Besuch abzustatten. Nach dem Umzug, auch das hat in Bubach schon eine lange Tradition, wurde kräftig weiter gefeiert – Fastnacht ist schließlich nur einmal im Jahr.