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1200 Besucher beim Nachtumzug in Macherbach

Nachtumzug Macherbach : 1200 Besucher steppten in Macherbach mit dem Bär

„Es gibt kein Bier auf Hawaii, drum bleib ich hier“, schallte es Dank der Bubacher Dorfdudler am Freitagabend laut durch die Straßen im sonst eher beschaulichen Macherbach. Im kleinsten Eppelborner Ortsteil steppte Dank des Nachtumzugs mal wieder der Bär.

Bereits gut eine Stunde vor dem Beginn des Gaudiwurms machten sich die Narren, zumeist in fantasievollen Kostümen, zu Fuß auf den Weg. Und sie taten gut daran, schnell füllte sich die Zugstrecke mit Schaulustigen und Feierwütigen. An einen Parkplatz in der Nähe der Zugstrecke war nicht mehr zu denken.

Mit 28 Gruppen, erklärte Ortsvorsteher Jürgen Nürnberger, ist der Umzug zu einer festen Größe in der saarländischen Karnevalsszene angewachsen, die Besucher kommen aus vielen Teilen des Saarlandes, halten dem Nachtumzug, vor 15 Jahren als einer der ersten seiner Art ins Leben gerufen, die Treue. Am Freitagabend waren es bei angenehmen Temperaturen und der Prognose auf Bonbonregen am Ende etwa 1200 Gäste, die den Höhepunkt der Macherbacher Straßenfastnacht feierten.

Nicht weniger Spaß als die Zuschauer hatten die Akteure, die allesamt längst mit den unterschiedlichsten Lichtquellen ausgestattet sind. Immer wieder für große Augen sorgt der Wagen der Blunas. In diesem Jahr kamen sie mit einer Zeitmaschine daher und nahmen die Besucher mit in die Goldenen 20er Jahre. Der Martiniclub, ebenfalls für seine ausgefallenen Wagen bekannt, war in diesem Jahr mit der Illtal Queen auf große Fahrt durch Macherbach gegangen. Aber nicht nur hoch zu Wagen, auch per Pedes, setzten sich die Zugteilnehmer in Bewegung. Wie etwa die Damen des Turnvereins Bubach-Calmesweiler, die als schillernde Nachtfalter strahlten. Nicht fehlen durfte beim Umzug das Eppelborner Prinzenpaar. Seine Tollität Prinz Achim I. und ihre Lieblichkeit Prinzessin Alexandra III. winkten dabei fast so huldvoll wie die Queen. Die hatte es sich trotz Brexit nicht nehmen lassen und war der Einladung des Macherbachers Ortsvorstehers gefolgt. Im Zug und auch zur Sicherung waren die Feuerwehren aktiv, der KKV Dirmingen sorgte mit viel „Hoppla Hopp“ für gute Laune und Partystimmung war nicht nur beim Partyclub angesagt. Nach dem Umzug ging es für die Kinder mit prall gefüllten Taschen nach Hause, die Großen feierten bis spät in die Nacht ihre Macherbacher Fastnacht.