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Fußball
Elversberg II und FSG Ottweiler siegen

Steinbach/Elversberg. Für den Steinbacher Trainer Frank Backes war das 2:1 der FSG Ottweiler/Steinbach am Samstag im Saarlandligaspiel gegen den SC Halberg Brebach „ein Sieg der Moral“, nachdem Benjamin Veith (83.) und Eugen Felberg (88.) mit einem Doppelschlag in den letzten sieben Minuten das Spiel nach 0:1-Rückstand gedreht und die fast schon sichere Heimniederlage noch abgewendet hatten. Von Heinz Bier

Für sein Pendant Stephan Schock war der Sieg in letzter Minute auch eine Konsequenz aus dem Brebacher Spiel. „Sie wollten das 1:0 nur noch verwalten“, meinte er, „das ging nicht auf und im Endeffekt sind wir für unser Bemühen belohnt worden“. Yannick Atzhorn hatte die Gäste vor 150 Zuschauern in der 16. Minute in Führung gebracht, als er nach einem gut vorgetragenen Angriff am Elfmeterpunkt frei zum Schuss kam und FSG-Torhüter Sascha Seiwert keine Chance ließ. Im Gegenzug konnte SC-Torwart Dirk Jank einen 20-Meterfreistoß von Lukas Hainer nur mit Mühe über die Querlatte lenken. Bis zur Halbzeit passierte danach nichts mehr.


Nach dem Wechsel war Steinbach zunächst die aktivere Mannschaft, machte sich das Leben durch eine Vielzahl von Abspielfehlern aber selbst schwer. In der 52. Minute hatte Sahbaz Husic die bis dahin beste Steinbacher Gelegenheit, als er nach einer guten Kombination im Brebacher Strafraum zum Abschluss kam, den Ball aber verzog. Es folgte eine turbulente Schlussphase, in der Benjamin Veith nach einer Hereingabe von der rechten Angriffsseite den Ball aus zwei Metern über die Linie drückte und Eugen Felberg fünf Minuten späte nach Flanke von Husic zum 2:1 einköpfte. Eine Minute späte hatte wiederum Veith sogar die Riesengelegenheit zum 3:1, aber seinen Schuss aus zehn Metern lenkte Torhüter Jank mit dem Fuß zur Ecke. Kurz darauf beendete Schiedsrichterin Alessia Jochum aus Riegelsberg das Spiel und der Jubel in Steinbach war groß. „Ein Unentschieden wäre vielleicht verdient gewesen“, meinte Trainer Schock hinterher, „aber wir nehmen die drei Punkte gerne mit“.

Auch die Partie zwischen der SV Elversberg II und den SF Rehlingen-Fremersdorf wurde durch ein spätes Tor entschieden. „Natürlich war das glücklich“, räumte der Elversberger Trainer ein, nachdem Kai Merk durch einen Foulelfmeter in der Nachspielzeit den 1:0 Sieg sichergestellt hatte. „Aber diese Dinge wiederholen sich“, meinte Marco Emich mit dem Hinweis, dass seine Mannschaft am vergangenen Wochenende in Rastpfuhl ebenfalls in der Nachspielzeit noch den Ausgleich kassiert hatte. Dass seine Mannschaft vor 100 Zuschauern im Landsweiler Kohlwaldstadion verdient gewonnen hatte, war für den SVE-Trainer unstrittig. „Der Aufsteiger hat sich gut verkauft, sie haben das gemacht, was sie können“, sagte Emich, „aber unser Sieg geht auf jeden Fall in Ordnung, weil die Mannschaft gut gespielt und sich eine Reihe guter Chancen erarbeitet hatte“.