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Einfühlsame Fotografien

Illingen. Bis Freitag, 5. Juni, können sich die Besucher der Illipse ein Bild von den "Lebensträumen und Lebensräumen" behinderter Menschen machen. Die gleichnamige Fotoausstellung im Foyer des Kulturforums wurde am Montag von Sozialminister Gerhard Vigener eröffnet. "Die Ausstellung ist mir eine Herzensangelegenheit", betonte er

Illingen. Bis Freitag, 5. Juni, können sich die Besucher der Illipse ein Bild von den "Lebensträumen und Lebensräumen" behinderter Menschen machen. Die gleichnamige Fotoausstellung im Foyer des Kulturforums wurde am Montag von Sozialminister Gerhard Vigener eröffnet. "Die Ausstellung ist mir eine Herzensangelegenheit", betonte er. Der Minister hat die Schau aus seiner früheren Heimat Baden-Württemberg mitgebracht, wo sie von der Lebenshilfe und den Landeswohlfahrtsverbänden initiiert wurde. Im Saarland hat die mit dem Landesverband Saar der Lebenshilfe auf den Weg gebrachte Wanderausstellung bereits in St. Wendel Station gemacht und wird nach Illingen in Saarbrücken zu sehen sein. "Lebensträume - Lebensräume" zeigt besondere Bilder von Menschen mit geistiger Behinderung, die ihren Traum leben: einen Mann mit Down-Syndrom als Pfarrer, zwei rasante Autofahrer oder behinderte Frauen als glamouröse Fotomodels. Die außergewöhnlichen Schwarz-Weiß-Fotos hat der 1996 als "bester europäischer Porträtfotograf" ausgezeichnete Fotokünstler Patrick Werner aus Pforzheim inszeniert und eingefangen. Seine einfühlsamen Fotografien zeigen, dass hinter jedem Menschen mit Behinderung ein Individuum mit Bedürfnissen, Vorlieben und auch Talenten steckt. Die Fotos sind mit Texten versehen. "Die Begegnung mit Lebensträumen von Menschen, die wir als geistig behindert bezeichnen, leistet einen wichtigen Beitrag dazu, den Gedanken der Integration, Toleranz und Solidarität zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen mit Leben zu erfüllen", so Vigener. Die Betrachter sollen die Chance nutzen, behinderte Menschen "als Freunde und Nachbarn zu erleben". Franz Rudolph Kronenberger, Vorsitzender des Lebenshilfe Landesverbandes Saar, sagte: "Diese Bilder übermitteln die Botschaft von der Normalität des Lebens von Menschen mit geistiger Behinderung, ihrer Lust auf das Leben, ihren Wünschen und Hoffnungen - eben von ihren Lebensträumen und Lebensräumen." ets