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50 Jahre Hangard-Enchenberg
Eine ausgezeichnete Partnerschaft

Eine große Enchenberger Delegation war im vergangenen Oktober auch bei einer Gourmetwanderung rund um Hangard dabei.
Eine große Enchenberger Delegation war im vergangenen Oktober auch bei einer Gourmetwanderung rund um Hangard dabei. FOTO: Heinz Bier
Hangard. 50 Jahre in Freundschaft verbinden Hangard und das französische Enchenberg – das wird gefeiert. Von Heinz Bier

Seit 50 Jahren besteht eine Partnerschaft zwischen Hangard und der lothringischen Gemeinde Enchenberg im Bitcher Land. Dieses Jubiläum wird am Samstag, 30. Juni, in Hangard einen Tag lang mit einem umfangreichen Programm gefeiert. Es beginnt um 10.30 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst in der katholischen Kirche, der vom Enchenberger Chor und den Musikfreunden Hangard umrahmt wird. In Würdigung der Verdienste eines der Gründerväter der Partnerschaft wird um 11.45 Uhr der Vorplatz der Ostertalhalle offiziell als „Pirmin-Raber-Platz“ eingeweiht und um 14 Uhr wird der neugestaltete Enchenberger Platz seiner Bestimmung übergeben. Zum Programm am Nachmittag gehören verschiedene Aktivitäten Hangarder Vereine, in der Ostertalhalle wird eine Kunstausstellung von Annerose Burgard gezeigt, um 16.30 Uhr wird es ein Fußballspiel der AH-Mannschaften beider Orte geben und um 19 Uhr findet in der Halle die Festveranstaltung statt.


Es waren die beiden Bürgermeister Pirmin Raber und Francois Weber, die die Partnerschaft 1968 aus der Taufe gehoben und damit aus ihrer persönlichen Freundschaft eine kommunale Verbundenheit gemacht haben. Nach einer vorübergehenden Beziehungskrise um die Jahrtausendwende haben beide Seiten längst wieder zueinander gefunden und nach einem halben Jahrhundert funktioniert die deutsch-französische Verbindung problemlos.

Grund genug also, das Goldjubiläum gebührend zu feiern. Es ist ein Datum mit Symbolcharakter, denn seit die Partnerschaft vor 50 Jahren in Hangard im Beisein des damaligen saarländischen Ministerpräsidenten Franz-Josef Röder mit einem Heimatfest besiegelt wurde, ist dieses Datum sozusagen in Stein gemeißelt. „Partnerschaft Hangard-Enchenberg 30. Juni 1968“ ist auf einem Gedenkstein zu lesen, der damals auf einer Grünanlage an der Wiebelskircher Straße, dem heutigen „Enchenberger Platz“, enthüllt wurde. In den Folgejahren schwächelte die Partnerschaft dann aber ein wenig und die gegenseitigen Besuche wurden seltener. Das änderte sich aber wieder, als Thiery Beck 2008 zum Bürgermeister in Enchenberg gewählt wurde. Zu seinen ersten Amtshandlungen gehörte der Antrittsbesuch beim Neunkircher Oberbürgermeister. Dabei bekundete er seine Absicht, die Beziehungen zu Hangard wieder zu intensivieren und der Partnerschaft neues Leben einzuhauchen. Genauso ließ sein Nachfolger Laurent Hen von Beginn an keinen Zweifel daran, dass er die Verbindung ins Ostertal aufrechterhalten wollte, und auch der derzeitige Enchenberger Verwaltungschef Bernard Fath ist ein großer Befürworter der Jumelage und kommt immer wieder gerne nach Hangard.



Im Juni 2012 fand in Hangard erstmals eine gemeinsame Sitzung des Enchenberger Gemeinderates und des Ortsrates Wiebelskirchen-Hangard-Münchwies statt: ein weiterer Meilenstein in der Beziehung zwischen beiden Seiten.

Neben den Mitgliedern des Partnerschaftsausschusses ist auf Hangarder Seite auch Ortsvorsteher Rolf Altpeter eine Triebfeder für immer wiederkehrende Begegnungen von Abordnungen beider Orte. Das Bemühen des Hangarder Partnerschaftsausschusses, die Beziehung mit Leben zu erfüllen, wurde schließlich auch von höchster Stelle anerkannt, als die saarländische Landesregierung den Ausschuss 2013 mit dem deutsch-französischen Sonderpreis des Europapreises auszeichnete. Die dazugehörende Partnerschaftsplakette ist seitdem an der Frontseite der Hangarder Heimatstube angebracht.