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Fastnacht beim KUV
Ein närrisches Festival der guten Laune

KUV
KUV FOTO: Jörg Jacobi
Neunkirchen. Der KUV Blau Gelb Wiebelskirchen hatte am Samstagabend zu seiner großen Kappensitzung eingeladen. Von Andreas Detemple

,,Spielfilm, Werbung, Tagesschau – Faasenacht beim KUV“, unter diesem Motto zündete der KUV Blau Gelb Wiebelskirchen am Samstagabend bei der ersten von drei großen Kappensitzungen ein Festival der guten Laune. „Unsere Aktiven haben sich auf unsere Sitzungen Monate lang vorbereitet und freuen sich jetzt natürlich, dass es endlich losgeht“, so KUV-Sitzungspräsident Kurt Rein im Vorfeld der Veranstaltung. „Wir haben natürlich wieder einen tollen Mix aus närrischer Bütt, karnevalistischem Gesang und tollen Gardetänzen zusammengestellt und werden unser Publikum begeistern.“ Sitzungspräsident Rein, der charmant und mit viel Witz durch ein kurzweiliges Programm führte, sollte recht behalten. Beim großen Finale mit der „Band ohne Namen“ und dem unverzichtbaren „Die Wiwwelskerjer Faasenacht“ waren sich alle Narrhalesen im Saal einig: „Das war ein toller Abend mit echter hausgemachter Faasenacht. „So ein tolles Programm hätte ich nicht erwartet“, resümierte Francesco Grioli, der aus Hannover nach Wiebelskirchen angereist war. „Das war einfach toll und unterstreicht eine großartige Jugendarbeit des Vereines.“ Grioli, Hauptvorstandsmitglied der IGBCE, folgte einer Einladung des Neunkircher Prinzenpaares Prinz Klaus Dieter I. und ihrer Lieblichkeit Prinzessin Gaby II., die am Samstagabend bei den Blau-Gelben in Wiebelskirchen ihre Aufwartung machten.



Charmant präsentierten sich die närrischen Regenten der Neunkircher Faasenacht bei ihrer närrischen Proklamation. Mit acht Büttenreden unterstrich der KUV seine Vormachtstellung in der närrischen Bütt. Anna Schätzel und Anna Lena Jäckel, das Nachwuchsdoppel der Blau Gelben bewiesen als „zwei Freundinnen“ ihr Büttentalent. Premiere für Michael Dill und Tochter Lucy die pointiert aus dem nicht immer einfachen „Familienläwe“ erzählten. Die politische Hex Karin Gebhard nahm Politik und Gesellschaft unter die Lupe: „Ich halt’s nicht aus und schrei es raus – die Welt ist doch ein Irrenhaus.“ Saskia Schweitzer glänzte in ihrer Paraderolle als „Es Friedche“ und sorgte für Uuiuiui’s im Dauertakt. Stehende Ovationen waren verdienter Lohn für einen grandiosen Auftritt. Mit viel Witz präsentierten sich Frau Hampel und Frau Schlampel (Monika Meng/ Christel Ortlieb) und Nico Backes und Nadine Kempf bei ihrem humoresken Jahresrückblick. Ein Bütten-Highlight: Julia und Michelle Gebhard. Sie unterstrichen, dass man bei ,,Wer wird Millionär“ Günter Jauch nicht nur mit Schönheit bezirzen kann. Kurz nach Mitternacht dann noch der Auftritt von Susi Sutter und Heike Klär, die bei „Trash-TV beim KUV“ und ihren Erlebnissen im „Dschungelcamp“ und bei „Bauer sucht Frau“ die Lachmuskeln der Narrhalesen im Saal strapazierten. Gewohnt großartig natürlich auch wieder die Garde- und Schautänze des KUV, der Auftritt des Panikorchesters und der großartige Schautanz der Asbach Funken, die für ihre Darbietung glattweg mit den Oscar prämiert wurden.

Eine Augenweide: das Männerballett, das als amtierender Saarlandmeister mit dem Meistertanz „Märchenhafte Tagesschau“ für lautstarke Zugabe Rufe sorgte. Musikalisch sorgten die Gruppe Hörsturz und die „Band ohne Namen“ für beste Stimmung. Beim großen Finale führte Sitzungspräsident Kurt Rein seine Aktiven mit einer stimmungsvollen Polonaise aus dem Saal und zog zufrieden Bilanz. „Das war wieder mal ein karnevalistisches Feuerwerk der Extraklasse und hat richtig Spaß gemacht.“