Ein Männertrip ans Meer

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Sonne, Meer oder doch vielleicht lieber die Berge? Völlig egal, Hauptsache Urlaub. Das denken sich wahrscheinlich derzeit die meisten Bürger. Schließlich sind Ferien. Lehrer haben frei, Politiker haben Sommerpausen, wenn sie nicht gerade Wahlkampf machen, und irgendwie hat man hier und da das Gefühl, dass die Mühlen derzeit alles in allem langsamer mahlen. So oder so: Alle sind in Urlaubsstimmung. So auch der Vertriebler, den ich zu Hause sitzen habe. "In den Sommerferien geht bei mir nicht viel, da sind fast alle Kunden im Urlaub." Gut, was bedeutet das für eine Jungredakteurin, die in den Sommerferien arbeitet? Dass es gar nicht so einfach ist, die Urlaubsplanung übereinstimmend mit dem Liebsten hinzubekommen. Denn logisch: Was liegt näher, als genau dann zu verreisen, wenn geschäftlich nicht viel läuft? Wie hilft sich allerdings ein Mann, wenn genau zu diesem Zeitpunkt die Partnerin keinen Urlaub nehmen kann? Na logisch, mit einem Männertrip. Und wie praktisch, wenn der Kollege dann auch noch ein Haus im Süden hat. Also: Flug buchen, Koffer packen, los. Blöd nur, wenn ein weiterer Mitreisender und gerade frisch verliebter Kollege eine studierende Freundin hat, die da auch ganz prima Zeit hätte zum Verreisen. Da kann es mitunter schon schwerfallen, sich in den Männerurlaub zu verabschieden. Aber schließlich gibt es noch so viel weitere Wochen im Jahr, in denen gemeinsam mit den Frauen verreist werden kann. Das denkt sich auch die arbeitende Jungredakteurin, die noch nicht genau weiß, ob sie ihren Liebsten vermissen oder sich einfach mal ausgiebiger als sonst mit typischen Frauendingen beschäftigen wird: Telefonieren, Nägel lackieren, sich mit Freundinnen auf ein kühles Getränk treffen . . .

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