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DRK-Kreisverband Neunkirchen meldet Kurzarbeit für Mitarbeiter an

Kreisverband Neunkirchen : DRK muss Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken

Die Corona-Krise hat auch Folgen für den DRK-Kreisverband Neunkirchen. „Die Krise trifft uns wirtschaftlich. Uns fehlen Einnahmen“, sagt Geschäftsführer Roland Müller auf Anfrage unserer Zeitung.

So wurde wegen des Virus der Fahrdienst für Menschen mit Behinderungen gestoppt. Die Container-Kleidersammlung laufe noch, aber wie lange? Die Abnehmer meldeten Probleme, die Kleider weiterzuvermarkten, so Müller. Auch alle Aus-, Fort- und Weiterbildungen sind vorerst bis 30. Mai gestoppt.

Der Kreisverband hat reagiert. Die 16 Mini-Jobber bauen entweder Überstunden ab oder verzichten vorübergehend aufs Gehalt bei ruhender Arbeit. Müller: „Die Alternative wären betriebsbedingte Kündigungen gewesen.“ Für 14 Midi-Mitarbeiter (mehr Stunden als Mini-Jobber) hat der Kreisverband bis 31. August Kurzarbeit bei der Arbeitsagentur angemeldet. Für drei der fünf Tarif-Angestellten ebenfalls.

Wegen der Pandemie sind auch die betreuten Demenzgruppen geschlossen. Die Kleiderkammer ist zu. Übungsabende der Ortsgruppen sind bis Ende Mai eingestellt. Die Blutspendetermine der Ortsgruppen laufen weiter, zwölf bis Ende Mai.

Unter dem Dach der DRK-Geschäftsstelle in Ottweiler ist auch der „Krisen- und Einsatzstab Covid 19“ eingezogen, der die Einsätze des DRK im Kreis in Zusammenhang mit Corona steuert, in Absprache mit dem operativ-taktischen Stab beim Landkreis.