Drei Künstler aus Leipzig, Freiburg und Berlin treffen sich zu einem „Heimspiel“: Patrick Fauck, Thomas Kitzinger und Christoph Schröder

Ausstellung : Drei Neunkircher haben Heimspiel

Städtische Galerie zeigt Werke von drei Künstlern, die die Stadt verlassen haben.

Drei Künstler aus Leipzig, Freiburg und Berlin treffen sich zu einem „Heimspiel“: Patrick Fauck, Thomas Kitzinger und Christoph Schröder haben einen unterschiedlichen künstlerischen Hintergrund, ihr biografischer Hintergrund aber weist eine Gemeinsamkeit auf: Sie sind geboren in Neunkirchen, haben das Saarland jedoch bereits vor langer Zeit verlassen und sich künstlerisch an anderen Orten etabliert. Erstmals treffen die drei Künstler nun zusammen und stellen ihre Arbeit ab Freitag, 17. Mai, in der Städtischen Galerie ihrer Heimatstadt Neunkirchen vor. Das teilt die Stadt mit.

Patrick Fauck, Thomas Kitzinger und Christoph Schröder arbeiten mit verschieden Techniken und künstlerischen Zielsetzungen und haben sich mit Leidenschaft ihrem jeweiligen Medium verschrieben. Für Patrick Fauck ist die Druckgrafik in all ihren Disziplinen von der Radierung über den Holz- und Linolschnitt, den Siebdruck oder die Lithographie bis hin zu dem sehr aufwendigen und fast in Vergessenheit geratenen Lichtdruck ein nahezu unerschöpfliches Experimentierfeld für seine tiefgründigen, ironisch-satirischen Bildideen.

Thomas Kitzinger erprobt in motivisch und formal streng systematisierten Bildserien, die oft über mehrere Jahre fortgeführt und nur unmerklich variiert werden, die „abstrakten“ Möglichkeiten realistischer Malerei. In Neunkirchen zeigt Kitzinger Arbeiten aus seiner Pflanzenserie und rund 40 Porträts. Ob es die malerisch perfekten Abbilder bizarrer Zimmerpflanzen sind oder die Porträts nahestehender Personen: die realistische Erscheinung der Bilder erkennt der Betrachter als System der Serie, wodurch sie eine irritierende Fremdheit gewinnen.

Auch Christoph Schröders kleinteilige, minutiös ausgearbeitete farbige Tusche-Zeichnungen loten Grenzbereiche zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit aus. Schröders Bildwelt mit ihren organisch-veränderlichen Strukturen erscheint wie ein Blick durch das Mikroskop und zugleich wie ein Kosmos, der in einem kontinuierlichen Um- und Neubildungsbildungsprozess begriffen ist.

Zur Eröffnung am Freitag, 17. Mai, 19 Uhr, sind die Künstler vor Ort. Öffentliche Führungen gibt es am Mittwoch, 5. Juni, 18 Uhr, Sonntag, 7. Juli, 15 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

staedtische-galerie-neunkirchen.de

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