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Dr. Günther Adolph nach fast 40 Jahren bei Lebenshilfe Neunkirchen im Ruhestand

Dr. Adolph verabschiedet : Stets im Dienst für behinderte Menschen

Günther Adolph nach fast vier Jahrzehnten bei der Lebenshilfe in den Ruhestand verabschiedet.

„Dr. Günther Adolph hat sein ganzes berufliches Wirken in den Dienst von Menschen mit Behinderung gestellt“, würdigte Thomas Latz, Geschäftsführer der Lebenshilfe Neunkirchen, die Verdienste des Erziehungswissenschaftlers, der nach fast vier Jahrzehnten bei der Lebenshilfe Neunkirchen im Rahmen einer Feierstunde im Centrum für Freizeit und Kommunikation der Lebenshilfe gGmbH (CFK) in den Ruhestand verabschiedet wurde. Als Adolph seinen Dienst bei der Lebenshilfe im September 1979 aufgenommen habe, sei Walter Scheel Bundespräsident, Helmut Schmidt Bundeskanzler und der HSV Deutscher Meister gewesen, erinnerte Latz in seiner launigen Rede. Adolph, der 1984 die Leitung der Kinderhilfe und 2006 die Leitung des Ressorts ambulante Angebote übernommen habe, habe der Lebenshilfe seinen Stempel aufgedrückt und sei Motor für die pädagogische Weiterentwicklung der Angebote gewesen. Der Erziehungswissenschaftler sei aktiv daran beteiligt gewesen, das Leitbild der Lebenshilfe weiter zu entwickeln und habe im Arbeitskreis Gewaltprävention mitgearbeitet. Bei Verhandlungen mit dem Kreisjugendamt und anderen Kostenträgern sei Adolph stets ein geschätzter Gesprächspartner gewesen. Durch sein außerordentlich großes Engagement habe der Erziehungswissenshaftler die Idee der Lebenshilfe wie kaum ein anderer gelebt. Adolph habe sich als Dozent für die sonderpädagogische Zusatzausbildung beim Landesverband der Lebenshilfe und als Lehrbeauftragter an der Universität des Saarlandes engagiert.

Der heutige Tag sei für ihn nicht einfach, räumte Adolph in seiner Abschiedsrede ein. Er bedankte sich bei allen Menschen, mit denen er im Laufe seines Berufslebens zu tun hatte. Gemeinsam sei es gelungen, ein Klima zu schaffen, in dem alle gut arbeiten konnten. Er sehe dem Ruhestand mit ambivalenten Gefühlen entgegen. Einerseits verliere man an Verantwortung und Einfluss, andererseits habe man aber auch mehr Zeit für die Familie und andere Dinge, die einem wichtig seien.

An die Anfänge der Frühförderung in Landkreis Neunkirchen erinnerte Norbert Puhl, der Ehrenvorsitzende der Lebenshilfe Kreisvereinigung Neunkirchen, der sich bei Dr.Adolph mit einem Bild für die geleistete Arbeit bedankte.

Zu den Gästen der Feierstunde zählten neben zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebenshilfe Landrat Sören Meng, Dr. Renate Klein und Elmar Schneider vom Vorstand der Lebenshilfe Neunkirchen, Reiner Pirrung als Vertreter des Aufsichtsrats, Joachim Brill, der Leiter des Kreisjugendamtes sowie Dr. Lieselotte Simon-Stolz und Annette Baan-Heib als Vertreterinnen des Kreisgesundheitsamtes.

Karin Zander, die bisher den Psychologischen Dienst der Lebenshilfe Neunkirchen geleitet hat, löst Dr. Adolph als Ressortleiter ambulante Angebote ab. Britta Janßen hat am 1. April die Leitung des Psychologischen Dienstes von Karin Zander übernommen.