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Die Stadtmeister im Blasrohrschießen stehen fest

Blasrohr : Die Meister im Blasrohrschießen

Die Sportart ist noch halbwegs neu. Doch sie erfreut sich großer Beliebtheit. Nun fanden die ersten Neunkircher Stadtmeisterschaften im Blasrohrschießen statt.

Von Fußball bis Schießen und Schwimmen, von Kegeln bis Tennis oder von Skifahren bis Turnen gibt es in Neunkirchen etliche Sportarten, in denen alljährlich Stadtmeisterschaften durchgeführt werden. Jetzt kommt eine neue Disziplin hinzu, nachdem die Eckersberger Schützengilde am vergangenen Samstag auf ihrer Vereinsanlage in Wellesweiler erstmals die Stadtmeisterschaften im Blasrohrschießen ausgetragen hat.

Was wie ein Gaudiwettbewerb anmutet, ist eine ernst zu nehmende Sportart, die sich seit zwei Jahren in den Schützenvereinen immer größerer Beliebtheit erfreut. Auch bei den Eckersberger Schützen. Deshalb hat sich dort Anfang des Jahres eine eigene Sparte Blasrohr formiert. Bereits im Februar fand auf der Anlage am Ende der Wellesweiler Fabrikstraße die Kreismeisterschaft statt, am  Samstag wurden dort die ersten Neunkircher Stadtmeister im Blasrohrschießen ermittelt.

35 Teilnehmer wollten dabei sein und sich diese Premiere nicht entgehen lassen. Dass es durchaus auch eine Sportart für Senioren ist, verdeutlichte Josef Becker, mit 82 Jahren der älteste Schütze. Teilnehmen durfte jeder, der in Neunkirchen wohnt oder einem Verein des Neunkircher Sportverbandes angehört, so er oder sie außerhalb der Stadtgrenzen lebt. So ist es in den Teilnahmebestimmungen des Neunkircher Verbandes (NSV) für Stadtmeisterschaften geregelt. Geschossen oder besser gesagt geblasen wurde je nach Altersklasse aus einer Entfernung zwischen fünf und zehn Metern, „aber man kann gut auch 35 Meter weit schießen“, erklärt Thomas Engel, Oberschützenmeister und Vorsitzender der Eckersberger Schützengilde, der das Ganze beim Wellesweiler Traditionsverein auch ins Leben gerufen hat.

Zehn Durchgänge mit je sechs Pfeilen auf sechs verschiedene Scheiben waren von den Teilnehmern zu absolvieren, wobei die optimale Zahl von 600 Punkten zu erreichen war, wenn alle 60 Pfeile ins Zentrum flogen.

Die Eckersberger haben mit dem Blasrohrschießen im Stadtbereich eine Vorreiterrolle übernommen, „und man sogar sagen, fast im gesamten Saarland“, fügt Thomas Engel mit berechtigtem Stolz hinzu. „Mittlerweile ist das Blasrohrschießen auch eine offizielle Sportart beim Deutschen Schützenbund“, erklärt der Vorsitzende weiter, „und es werden schon internationale Wettkämpfe durchgeführt“. Dass die noch junge Sportart offenbar auch außerhalb der Schützenvereine Interesse findet, haben die Eckersberger kürzlich beim Kinderfest der Daaler im Wagwiesental erkannt. „Dort hatten wir 650 Teilnehmer“, erzählt Thomas Engel, „und das war schon eine tolle Sache“.

Erste Neunkircher Stadtmeister im Blasrohrschießen wurden Hugo Mohr in der Seniorenklasse männlich mit 545 Ringen, Edel Mohr in der Seniorenklasse weiblich (523), Wolfgang Just in der Herrenklasse (402) und Steffi Anschütz in der Damenklasse (524). Bester Teilnehmer mit Handicap war Volker Schumann mit 443 Ringen.

eckersberger-schuetzengilde.de